Seit 1995 ist Österreich Teil der Europäischen Union. Dieser Schritt hat nicht nur die politische und wirtschaftliche Landschaft verändert, sondern auch die berufliche Weiterbildung grundlegend geprägt. Neue EU-Regelwerke, grenzüberschreitende Mobilität und die internationale Vergleichbarkeit von Abschlüssen haben das Kursangebot deutlich erweitert. Heute zählt das WIFI Wien mit über 45.000 Teilnehmenden jährlich und rund 5.100 Kursen zu den größten Einrichtungen beruflicher Erwachsenenbildung in der Hauptstadt. „Europa erlebe ich am WIFI Wien täglich: Menschen mit unterschiedlichen Biografien lernen miteinander und voneinander, erweitern ihre Kompetenzen und nutzen die Chancen, die der europäische Wirtschaftsraum ihnen bietet“, sagt Christian Faymann, Institutsleiter des WIFI Wien.
Grenzen überwindende Bildung
Das Wirtschaftsförderungsinstitut wurde 1946 auf Basis des Handelskammergesetzes gegründet und am Wiener Währinger Gürtel seit 1963 zu einer fixen Adresse für praxisnahe Qualifizierung. Aus einem regionalen Anbieter ist ein europaweit vernetzter Weiterbildungspartner geworden. Mit dem EU-Beitritt begann eine Phase der „Europäisierung“: Neue Ausbildungsangebote zu Datenschutz, Allergenkennzeichnung, CE-Kennzeichnung, Nachhaltigkeit, Energie- und Klimaschutz sowie zum EU-KI-Act kamen hinzu. Liberalisierungen von Gewerben veränderten Qualifizierungswege, während der Bologna-Prozess engere Kooperationen mit Hochschulen möglich machte. Erasmus-Programme und internationale Austauschprojekte förderten grenzüberschreitendes Lernen, und Teilnehmende aus Nachbarländern besuchten vermehrt Kurse in Wien.
Wissen, das gefragt ist
Besonders gefragte Themen seit 1995 sind daher Sprachen für Binnenmarkt und Mobilität, Außenwirtschaft und Logistik, Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltmanagement, IT- und Digitalkompetenzen, Datenschutz und Compliance sowie Projektmanagement nach internationalen Standards. Auch Tourismus, Lebensmittelrecht und Unternehmensgründung mit EU-Förderungen stehen auf dem Programm.
Mit dem Lernmodell LENA „LEbendig & NAchhaltig lernen“ setzt das WIFI Wien auf Blended Learning, interaktive Tools und qualifizierte Trainer für Präsenz-, Online- und Hybrid-Settings. Zertifizierungen wie NQR/EQR, IPMA, ISO oder ECDL geben Unternehmen und Lernenden zusätzlich klare Orientierung. Die Inhalte reichen von Datenschutz über KI-Kompetenzen bis zu Green Skills. Digitale Lernformate und EU-Programme wie Erasmus+, Leonardo da Vinci oder der Europäische Sozialfonds haben die internationale Vernetzung weiter gestärkt. „Unternehmen mit Exportfokus und internationale Fachkräfte finden am WIFI Wien passgenaue Angebote, die der Vielfalt und dem Qualitätsanspruch von EU-Standards und Förderprogrammen entsprechen“, schließt Christian Faymann.







