Für die insolvente Mariazeller Bürgeralpe zeichnen sich positive Entwicklungen ab. Nach der Insolvenz im Mai konnte der Betrieb trotz schwieriger Wetterbedingungen erfolgreich fortgeführt werden. Geschäftsführer Johann Kleinhofer berichtet: „Wir hatten bisher trotz verregneten Juli 72.000 Gästeeintritte. Wenn der Herbst mitspielt, erreichen wir das Ziel von 90.000 Gästen für die gesamte Sommersaison.“ Auch Tourismusverbandsobmann Nino Contini zeigt sich zufrieden: „Im ersten Halbjahr gab es bei den Nächtigungen ein Plus von acht Prozent auf gut 70.000.“
Bürgermeister Helmut Schweiger sowie alle Beteiligten unterstreichen die Bedeutung des Seilbahnbetriebs für die Region. Masseverwalter Helmut Fetz kündigt an, dass die Entscheidung über den neuen Eigentümer „voraussichtlich Mitte September in einer Gläubigerausschusssitzung“ fallen wird. Die Wintersaison scheint gesichert, denn Fetz hat bereits Mittel für die Winterrevision der Seilbahn freigegeben, die am Montag begann.
Aflenzer Bürgeralm: Übernahme in Aussicht
Auch bei der Aflenzer Bürgeralm gibt es Bewegung. Der frühere Kreischberg-Chef Karl Schmidhofer zeigt weiterhin Interesse an der Übernahme, obwohl er sich zwischenzeitlich aus dem Rennen nahm. Laut Informationen aus der Region soll er sich mit dem bisherigen Eigentümer, Industriellen Stefan Pierer, bereits geeinigt haben.
Schmidhofer plant jedoch, nur dann in Aflenz zuzuschlagen, wenn er auch in Mariazell erfolgreich ist. Damit erhöht er seinen Einsatz in diesem bedeutenden Tourismus-Poker. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die Situation entwickelt und wer die Zukunft der beiden Skigebiete prägen wird.
Diese Entwicklungen sind für die obersteirische Region von großer Bedeutung, da sie nicht nur Arbeitsplätze sichern, sondern auch die touristische Attraktivität und wirtschaftliche Stabilität nachhaltig fördern.








