Der Nahrungsmittel- und Industriegüterkonzern AGRANA bestätigt seine Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2025|26 und erwartet einen deutlichen Anstieg des EBIT. Dies geschieht trotz eines moderaten Umsatz- und Ergebnisrückgangs in den ersten drei Quartalen, der vor allem durch Herausforderungen in den Segmenten Stärke und Zucker geprägt war.
Entwicklung in den ersten drei Quartalen 2025|26
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres (1. März bis 30. November 2025) verzeichnete AGRANA einen Umsatz von 2.494,0 Mio. € (-7,9 % zum Vorjahr) und ein Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von 48,4 Mio. € (-5,3 % zum Vorjahr). AGRANA-CEO Stephan Büttner betonte, man sei auf Kurs, die Finanzziele für das Gesamtjahr zu erreichen, da das dritte Quartal wie prognostiziert einen deutlichen EBIT-Anstieg brachte.
Food & Beverage Solutions als stabiler Wachstumstreiber
Für die Gastronomie und Hotellerie besonders relevant ist die positive Entwicklung im Segment Food & Beverage Solutions (FBS). Der Umsatz stieg auf 1.252,1 Mio. €, und das EBIT verbesserte sich deutlich auf 89,8 Mio. € (Vorjahr: 72,9 Mio. €). Dieser Geschäftsbereich, der unter anderem Rezepturen und Getränkegrundstoffe umfasst, trug maßgeblich zur Stabilität des Konzernergebnisses bei und bildet die Basis für die positive Jahresprognose.
Herausforderungen in den Segmenten Stärke und Zucker
Demgegenüber standen Herausforderungen in den anderen Segmenten. Im Bereich Stärke (ACS) führten geringere Margen bei Ethanol und Verzuckerungsprodukten zu einem deutlichen EBIT-Rückgang auf 18,9 Mio. €. Das Zucker-Segment (ACS) verzeichnete aufgrund von erheblichem Preisdruck und gesunkenen Verkäufen im Retailbereich ebenfalls ein negatives Ergebnis von –45,1 Mio. €, das zusätzlich durch einmalige Personalaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen belastet wurde. Operative Verbesserungen zeigen hier jedoch bereits Wirkung.
Ausblick auf das Gesamtjahr 2025|26
Für das volle Geschäftsjahr 2025|26 bestätigt AGRANA die Prognose eines deutlichen EBIT-Anstiegs auf einen Wert zwischen 45 und 60 Mio. € bei einem moderaten Umsatzrückgang. Das Investitionsvolumen der AGRANA-Gruppe soll mit rund 100 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert liegen.






