Anlässlich des Internationalen Frauentags informiert das AIT Austrian Institute of Technology über aktuelle Entwicklungen und Maßnahmen im Bereich Gleichstellung und Diversität. In Österreich sind rund 50.000 Frauen in Forschung und Entwicklung tätig, was etwa 32 Prozent aller Forschenden entspricht. Am AIT beträgt der Frauenanteil über alle Beschäftigtengruppen hinweg rund 33 Prozent. Diese strategische Ausrichtung bietet auch für die Gastronomie und den Tourismus wichtige Erkenntnisse zur Förderung von Innovation und Mitarbeiterzufriedenheit.
Gleichstellung und Diversität strategisch verankert
Brigitte Bach, Sprecherin der Geschäftsführung des AIT, erklärt: „Gleichstellung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Organisationsentwicklung. Divers zusammengesetzte Teams stärken Qualität und Innovationsfähigkeit in Forschung und Technologie.“ Das AIT verfolgt ein umfassendes Gender-Mainstreaming-Konzept entlang des gesamten Employee Life Cycles, basierend auf vier zentralen Säulen:
- MINT-Nachwuchs: Junge Frauen frühzeitig für Forschung und Technologie begeistern, etwa durch Kooperationen mit Schulen und Universitäten oder Initiativen wie den Töchtertag.
- Gender- und diversitätssensibles Recruiting: Bewusste Gestaltung von Auswahlprozessen, zum Beispiel durch Schulungen für Führungskräfte.
- Entwicklung und Karriere: Gezielte Programme zur Förderung von Frauen in der Forschung, etwa das Female Leadership Programm.
- Familienfreundliches Unternehmen: Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, zum Beispiel modernes Elternkarenzmanagement und flexible Arbeitszeitmodelle.
Für die Gastronomie und den Tourismus bedeutet dies, dass eine vielfältige Belegschaft und familienfreundliche Arbeitsbedingungen nicht nur die Attraktivität als Arbeitgeber steigern, sondern auch die Innovationskraft und die Qualität des Angebots verbessern können.
Kontinuierliches Monitoring und Dialog
Gleichstellung und Diversität sind am AIT in der Organisations- und Personalentwicklung verankert. Regelmäßige Kennzahlen zur Personalentwicklung mit Fokus auf Diversität werden erhoben, und ein Gleichstellungsplan wurde erstellt. Im November 2024 wurde ein Genderoffice eingerichtet, und interne Ansprechstrukturen wie eine Gender-Vertrauensperson und eine Gender Task Force bestehen.
Der interne Dialog mit Mitarbeitern ist Teil der Organisationsentwicklung. Regelmäßige Austauschformate dienen dazu, Erfahrungen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Das AIT verfolgt einen Ansatz, der unterschiedliche Lebensphasen und individuelle Rahmenbedingungen berücksichtigt. Flexible Arbeitsmodelle und transparente Karrierepfade sollen dazu beitragen, langfristige Entwicklungsmöglichkeiten zu sichern.
Hoher Zufriedenheitswert und Ausblick
Die Ergebnisse des Work Environment Surveys am AIT zeigen, dass 90 Prozent der Mitarbeiter sich unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung und Nationalität fair behandelt fühlen. Rund 85 Prozent sind stolz darauf, beim AIT zu arbeiten und würden das AIT als Arbeitgeber empfehlen.
Brigitte Bach abschließend:
„Wir setzen unseren Weg fort. Wir brauchen mehr Frauen in der Forschung! Daher ist Gleichstellung kein Einzelprojekt, sondern Teil einer kontinuierlichen Organisationsentwicklung.“








