Die Almwirtschaft steht vor neuen Herausforderungen durch den Klimawandel. Die Vegetationsperioden verlängern sich, das Pflanzenwachstum nimmt zu, gleichzeitig sorgt Wassermangel für Unsicherheiten. Um die Almen offen und vielfältig zu halten, braucht es mehr Tiere und ein gezieltes Weidemanagement, das eine nachhaltige Nutzung der Flächen gewährleistet.
Stabilisierung der Almauftriebszahlen und verbesserte Förderungen
Nach Jahren rückläufiger Zahlen konnten die Auftriebszahlen zuletzt stabilisiert werden. Rund 260.000 Großvieheinheiten wurden im Sommer 2025 auf österreichische Almen gebracht. Die Förderung tierbezogener Zahlungen und ein vereinfachtes Meldesystem tragen zur Stabilität bei. Gleichzeitig ist die Zahl der auftreibenden Betriebe rückläufig, weshalb weitere Maßnahmen notwendig sind.
Biodiversität und Wertschöpfung auf den Almen
Almen sind wichtige Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere und leisten einen bedeutenden Beitrag zur Biodiversität. Die Almwirtschaft schafft zudem regionale Wertschöpfung und ist eine unverzichtbare Grundlage für den Sommertourismus. Die Leistungen der Almbäuerinnen und Almbauern sollen künftig noch stärker anerkannt und gefördert werden.
Bewusstseinsbildung und Sicherheit auf den Almen
In den letzten Jahren wurden Maßnahmen zur Förderung eines respektvollen Miteinanders auf den Almen umgesetzt, darunter Verhaltensregeln und Hinweistafeln. Diese Initiativen tragen dazu bei, die Sicherheit zu erhöhen und das Verständnis zwischen allen Nutzern der Almen zu fördern. Besonders problematisch bleibt das Mitführen von Hunden auf den Almen, weshalb hier weitere Aufklärung notwendig ist.






