AMS Wien: Erstmals seit zwei Jahren weniger Jobsuchende

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Im Februar 2026 verzeichnete das AMS Wien erstmals seit zwei Jahren einen Rückgang der Jobsuchenden. Die Zahl der beim AMS Wien als arbeitslos vorgemerkten Personen ist im Jahresvergleich um 3,3 Prozent auf 134.232 angestiegen, während die Zahl der AMS-Kunden in Schulung um 11,4 Prozent auf 34.985 zurückging. Die Summe beider Gruppen ist damit um 0,1 Prozent kleiner geworden.

Gründe für den Rückgang und geschlechtsspezifische Unterschiede

AMS-Wien-Chef Winfried Göschl sieht für diese Entwicklung drei Gründe:

  1. Weniger Zuzug nach Wien: Der Zuzug hat stark abgenommen, wodurch das Erwerbspotenzial, besonders bei Männern, nicht mehr so schnell steigt.
  2. Anziehende Konjunktur: Die Beschäftigung in Wien nimmt zu, was ein positiver Konjunkturindikator ist.
  3. Einschränkungen bei geringfügiger Beschäftigung: Die Einschränkung der Möglichkeiten von AMS-Leistungen neben einer geringfügigen Beschäftigung dürfte ebenfalls eine Rolle gespielt haben.

Der Rückgang ist allerdings geschlechtsspezifisch stark unterschiedlich: Während die Zahl der Männer auf Jobsuche stark gesunken ist, ist die der Frauen gestiegen. Dies liegt unter anderem am steigenden Pensionsantrittsalter, das Frauen länger im Erwerbsleben hält.

Die Zahl der über 50-Jährigen, die arbeitslos oder in Schulung sind, ist um 3,6 Prozent gestiegen, die der unter 25-Jährigen um 2 Prozent gesunken.

Arbeitslosigkeit in wichtigen Branchen

In wichtigen Branchen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im Februar wie folgt:

  • Einzelhandel: Anstieg um 6,7 Prozent
  • Hotellerie und Gastronomie: Anstieg um 0,3 Prozent
  • Warenproduktion: Anstieg um 7,1 Prozent
  • Bau: Anstieg um 3,1 Prozent

Neue AMS-Geschäftsstelle für Meidling und Liesing

Um sowohl für Arbeitsuchende als auch für Unternehmen das bestmögliche Service zu bieten, baut das AMS Wien seine Geschäftsstellen zu zeitgemäßen und kundenfreundlichen Dienstleistungszentren um. Am 9. März zieht die bisherige AMS-Geschäftsstelle Schönbrunner Straße in ein modernes, neu errichtetes Gebäude in der Liesinger Lemböckgasse im 23. Bezirk.

Göschl betont: „Die Services des AMS Wien werden näher an das rasant wachsende Stadtentwicklungsgebiet rücken, und zugleich ins Zentrum der Liesinger Wirtschaft.“ Das Gebäude liegt in unmittelbarer Nähe zur U6, und in der Lemböckgasse befindet sich auch ein Sozialzentrum der MA 40, wodurch arbeitsmarktrelevante Agenden gebündelt werden.

Die neuen Büros bieten helle, klimatisierte Einzelzimmer für Beratungsgespräche und eine großzügige Atmosphäre in den Wartebereichen. Nachhaltige Gebäudetechnik wie Geothermie, Photovoltaik und Bauteilaktivierung kommen zum Einsatz.

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