BIO AUSTRIA fordert mehr Transparenz

13.500 Bio-Mahlzeiten zeigen Potenzial in der Außer-Haus-Verpflegung

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Anlässlich des Tages der nachhaltigen Gastronomie am 18.06., macht BIO AUSTRIA auf die mangelnde Transparenz bei Lebensmitteln in Kantinen, Restaurants und Mensen aufmerksam. Obfrau Barbara Riegler betont: „Was in Schulen und Kantinen längst gelingt, fehlt in der Gastronomie noch immer: verbindliche Bio-Standards und Herkunftskennzeichnung.“

Blinde Flecken auf dem Teller

Täglich werden in Österreich rund 2 bis 2,5 Millionen Mahlzeiten außer Haus gegessen. Doch die meisten Menschen wissen nicht, woher das Essen kommt, welchen Bio-Anteil es hat oder wie die Tiere gehalten wurden. BIO AUSTRIA zeigt, dass es auch anders geht.

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Gemeinschaftsverpflegung als Vorbild

Das Programm „Küche der Zukunft Challenge“ von BIO AUSTRIA und dem Verein Zukunft:Essen beweist seit zwei Jahren, dass Bio in der Außer-Haus-Verpflegung funktioniert. Rund 13.500 tägliche Mahlzeiten wurden durch das Programm beeinflusst, mit messbaren Ergebnissen: mehr Bio-Zutaten, transparentere Herkunft, weniger Lebensmittelabfall und bewussterer Einkauf.

Barbara Riegler fordert: „Wenn es politische Vorgaben gibt, passiert auch etwas. Unser Programm hat bewiesen, dass selbst unter schwierigen Rahmenbedingungen mehr Bio auf den Teller kommt. Wenn der Wille da ist. Jetzt brauchen wir diesen Willen auch für die Gastronomie. Verbindliche Bio-Standards, Herkunftskennzeichnung und unabhängige Zertifizierung dürfen keine Wünsche bleiben. Sie müssen gesetzlich verankert werden.“

Bio als gesetzlich geregelter Standard

Bio ist kein Marketing-Begriff, sondern ein gesetzlich geregelter Standard, der strengste in der Lebensmittelproduktion. Das bedeutet in der Praxis:

  • Ohne synthetische Pestizide: Bio-Bauern verzichten vollständig auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel.
  • Ohne Gentechnik: Bio ist gentechnikfrei, rechtlich verankert und unabhängig zertifiziert.
  • Hohe Tierwohl-Standards: Mehr Platz, Auslauf und artgerechtere Haltung sind verpflichtend.
  • Bekannte Herkunft: Bio-Betriebe sind rückverfolgbar, kontrolliert und zertifiziert.
  • Rücksicht auf Böden und Wasser: Bio-Landwirtschaft schützt natürliche Ressourcen langfristig.

Forderungen von BIO AUSTRIA

BIO AUSTRIA fordert von der Politik klare Schritte für mehr Qualität und Transparenz in der Außer-Haus-Verpflegung:

  • Verpflichtende Herkunftskennzeichnung für alle Fleisch-, Milch- und Eiprodukte in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.
  • Verbindliche Bio-Mindestanteile bei der öffentlichen Beschaffung, analog zum Aktionsplan Nachhaltige Beschaffung mit dem Ziel von 55 % Bio bis 2030.
  • Unabhängige Bio-Zertifizierung als Voraussetzung für die Nutzung des Begriffs „Bio“ in der Außer-Haus-Verpflegung.
  • Förderung und Skalierung von Beratungsprogrammen wie „Küche der Zukunft Challenge“.
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