Fleisch, am besten heimisch und bio

Besonders zu Jahresanfang nehmen sich viele Österreicher vor, weniger Fleisch zu essen. Aber das klappt nicht immer und manche entscheiden sich bewusst für Fleischgenuss.

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Es wird wieder mehr Fleisch als in den Jahren davor gegessen und das liegt unter anderem am Trend, sich eiweißreich zu ernähren. Aus Daten der AMA-Marketing geht hervor, dass 7,4 Prozent mehr Fleisch konsumiert wird, vor allem Rindfleisch und Geflügel, Schweinfleisch ist dagegen leicht rückläufig. Die Menschen sind aber auch bereit, vermehrt biologisch erzeugte Produkte zu kaufen, vor allem Junge und Menschen in kleinen Haushalten. Hochwertiges Bio-Fleisch steht für mehr Tierwohl und nachhaltige Produktionsmethoden und das sind auch die Kaufmotive.

Bio ist nicht gleich bio

Die EU-Öko-Verordnung legt fest, unter welchen Bedingungen das Fleisch von Tieren als Bio-Fleisch verkauft werden darf. Die Standards für Haltung, Bewegungsfreiheit, Fütterung oder Auslauf sind darin geregelt und für Biofleisch und alle Bio-Fleischprodukte in der EU verpflichtend. Bio ist damit der höchste gesetzliche Standard der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, aber darüber hinaus gibt es etliche Bio-Verbände mit zusätzlich strengeren Regeln, die über den gesetzlichen Vorgaben der aktuellen EU-Bio- Verordnung liegen. Bio Austria ist dabei der Größte Verband in Österreich und zugleich auch in Europa und artgerechte Tierhaltung ist ein Grundprinzip des biologischen Landbaus. Ausreichend Bewegungsmöglichkeiten, reichlich Einstreu im Stall, Liegebereiche und Auslauf ins Freie, Kontakt zu Artgenossen, artgerechtes Futter aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft und eine gute Betreuung der Tiere sind die Eckpfeiler der Bio-Tierhaltung. Es werden keine vorbeugenden Tierarzneimittel verwendet, ist ein Tier jedoch krank, so wird es natürlich fachgerecht behandelt und es können auch Antibiotika verwendet werden, wenn es nötig ist. Praktiken wie das Kürzen von Schwänzen, die unnötiges Tierleid verursachen, sind nicht erlaubt oder stark eingeschränkt.

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Die hohen Tierschutzstandards bieten den Tieren die Möglichkeit, artgerecht zu leben und die Möglichkeit, sich im Freien zu bewegen, was das Wohlbefinden der Tiere stärkt. In der Zucht werden Rassen eingesetzt, die eine hohe genetische Vielfalt mitbringen und sich gut an die örtlichen Bedingungen anpassen können. Es sind oft auch engagierte Biobauern, die alte Rassen züchten und somit erhalten.

Der Tierbestand muss an die landwirtschaftliche Nutzfläche des Betriebes angepasst sein und das Futter stammt zum Großteil vom eigenen Hof. Davon profitieren auch Klima und Umwelt. Weidehaltung, wie in der Bio-Landwirtschaft, kann laut Studien klimafreundlicher sein als Stallhaltung mit einer ganzjährigen Fütterung von Milchkühen mit Maissilage und Kraftfutter.

Schmeckt Bio-Fleisch besser?

Über diese Frage scheiden sich die Geister, da der Geschmack von der Rasse, der Fütterung, der Haltung, der Schlachtung und der anschließenden Fleischreifung abhängt. In Blindverkostungen schmeckt man biologisch erzeugtes Fleisch oft nicht heraus. Jedoch lehnen viele Konsumenten die Massentierhaltung ab und bevorzugen Biofleisch. Natürlich gibt es auch viele Bauern, die Ihre Tiere artgerecht halten und mit hofeigenem Futter ernähren, aber nicht biozertifiziert sind.

Tiere aus biologischer Haltung leben meist länger, bewegen sich mehr und wachsen somit langsamer und das mit weniger Stress. So kann sich mehr Fett in den Muskeln einlagern. Das marmorierte Fett schmeckt man auch, das Fleisch ist aromatischer und saftiger.

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