Milch mit Herkunft, Käse mit Charakter

Vom Frühstücksbuffet über klassische Wirtshausgerichte bis hin zur gehobenen Gastronomie spielen Milchprodukte eine zentrale Rolle, dabei rückt Bio zunehmend in den Fokus.

TitelbildAlmaje
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Milch mit Herkunft, Käse mit Charakter - Milch & Milchprodukte - bio e1625224811146Österreich gehört im europäischen Vergleich zu den Vorreitern der biologischen Landwirtschaft – besonders im Milchsektor. Viele Betriebe sind familiengeführt und arbeiten mit überschaubaren Herdengrößen sowie engen regionalen Kreisläufen. Für Gastronomen bietet das einen klaren Vorteil: Bio-Milchprodukte stammen häufig aus der näheren Umgebung und lassen sich mit einer transparenten Herkunft und einer glaubwürdigen Geschichte verbinden. Genau diese Herkunft gewinnt für Gäste immer mehr an Bedeutung. Wer auf biologische Produkte setzt, signalisiert Verantwortung gegenüber Umwelt, Tierwohl und regionaler Landwirtschaft. Für Gastronomiebetriebe kann Bio daher ein wichtiger Bestandteil der eigenen Positionierung sein. Ein Käse von einer regionalen Bio-Sennerei oder Milch von einem Bio-Hof aus der Umgebung erzählt eine andere Geschichte als ein anonymes Industrieprodukt – und genau diese Geschichten bleiben Gästen oft in Erinnerung.

Bio von der Tierhaltung bis zur Verarbeitung

Ein wesentlicher Unterschied zwischen biologischer und konventioneller Milchproduktion liegt in der Tierhaltung. Kühe auf Bio-Betrieben haben mehr Platz im Stall, Zugang zu Auslauf und regelmäßigen Weidegang. Gefüttert wird ausschließlich mit biologisch erzeugtem Futter, das möglichst vom eigenen Hof oder aus der Region stammt.

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Gentechnisch veränderte Futtermittel sind ebenso verboten wie der routinemäßige Einsatz von Antibiotika oder leistungsfördernden Zusatzstoffen. Gedüngt werden dürfen die Flächen für den Futtermittelanbau nur mit organischen Mitteln wie z.B. Kuhmist. Diese Rahmenbedingungen wirken sich auch auf die Qualität der Milch aus, die wiederum die Basis für hochwertige Käseprodukte bildet. Gerade traditionelle österreichische Käsesorten profitieren davon.

Ob würziger Bergkäse, milder Schnittkäse oder cremiger Frischkäse – viele Bio-Käse spiegeln das Futter, die Landschaft und die handwerkliche Verarbeitung wider. Milchprodukte gehören zu den beliebtesten Bio- Produkten in Österreich. Damit Milch oder Käse als Bio-Produkte vermarktet werden dürfen, müssen sie strenge gesetzliche Vorgaben erfüllen. Grundlage bildet die EUBio- Verordnung, die auch in Österreich gilt. Neben den Vorgaben zur Tierhaltung regelt die Verordnung auch die Verarbeitung: Bei Bio-Käse dürfen nur bestimmte Zusatzstoffe verwendet werden, und auch weitere Zutaten müssen – sofern verfügbar – aus biologischem Anbau stammen. Für Konsumenten ist Bio an dem bekannten EU-Bio-Siegel erkennbar, oft ergänzt durch das österreichische AMA-Biosiegel.

Regionale Genusskultur

Auch wirtschaftlich kann sich Bio für die Gastronomie lohnen. Zwar liegen die Einkaufspreise häufig etwas über jenen konventioneller Produkte, gleichzeitig steigt aber auch die Wertschätzung bei den Gästen. Viele sind bereit, für nachhaltige und regional produzierte Lebensmittel mehr zu bezahlen – insbesondere dann, wenn deren Herkunft transparent kommuniziert wird. Für Gastronomen bedeutet das eine Chance: Mit Bio-Milch und Bio-Käse lassen sich Gerichte nicht nur qualitativ aufwerten, sondern auch glaubwürdig erzählen. Vom Bio-Topfen im Dessert bis zum Bio-Bergkäse auf der Käseplatte wird aus einem einfachen Produkt schnell ein Stück regionaler Genusskultur

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