In der Steiermark steigt der Anteil biologisch produzierter Lebensmittel auf rund zwölf Prozent. Ein Zeichen für zunehmendes Interesse der Bevölkerung an Nachhaltigkeit. Die starke Nachfrage bei Eiern und Milch verdeutlicht, dass Bioprodukte heute mehr denn je Teil des Alltags sind.
Junge Biolandwirte als Wachstumsfaktor
Die Landwirtschaftskammer Steiermark weist darauf hin, dass besonders viele Betriebsübernehmer aus der jungen Generation auf Bio setzen. Rund 28 Prozent der Unternehmensnachfolger kommen aus der Biolandwirtschaft, was zeigt, dass sich dieser eher traditionelle Wirtschaftszweig dynamisch entwickelt.
Laut Agrar-Landesratinnen ist es wichtig, dass Bio-Betriebe nicht nur wachsen, sondern auch wirtschaftlich tragfähig bleiben. Der zusätzliche Aufwand muss sich durch stabile Preise und eine passende Förderung lohnen.
Finanzielle Risiken durch Förderkürzungen
Trotz der positiven Entwicklung warnen Expertinnen vor möglichen Kürzungen. Aus Brüssel drohen Einsparungen bei der Agrarförderung. Wenn der Zuschuss für Biobetriebe sinkt, könnte das Wachstum gebremst werden. Einige Höfe haben bereits aus finanziellen Gründen aufgegeben, während andere neu gegründet werden.
Bedeutung für Landwirtschaft und Nahversorgung
Der Aufschwung bei Bioprodukten bietet klare Chancen. Höfe können sich diversifizieren, Direktvermarktung und regionale Lieferketten profitieren. Für die regionale Gastronomie eröffnen sich dadurch nachhaltige Beschaffungswege, etwa für Milch oder Eier.






