Kein Konzern, kein Unternehmen kann sich erlauben, seine Kunden zu täuschen. Und diese sind zudem sehr aufmerksam geworden. Vorsicht ist trotzdem geboten, denn vor allem im Handel tauchen immer wieder selbst kreierte BIO Siegel auf, die keineswegs den strengen Vorgaben des EU Biosiegels oder, für Österreich, dem AMA Biosiegel und dem Bio AUSTRIA Siegel, entsprechen.
Die Nachfrage nach BIO steigt kontinuierlich und dafür ist Österreich auch bestens vorbereitet, denn mehr als 25 Prozent der Anbauflächen in Österreich sind biozertifiziert. Wobei diese Größenordnung manchmal gar nicht ausreicht, um die gewünschte Menge abzudecken, sodass aus dem Ausland zugekauft werden muss. Und da stellt sich die erste entscheidende Frage: BIO von irgendwo, oder regional und nicht zertifiziert? Eine Frage, die nur schwierig zu beantworten ist und vermutlich darin mündet, wie weit es um das Wissen zum Bioanbau im jeweiligen Land bestellt ist. Und auch mit der Tatsache, dass es bei uns ausreichend Betriebe gibt, die sich aufgrund von Bürokratieaufwand und hoher Kosten gar nicht BIO zertifizieren lassen, obwohl sie alle Voraussetzungen erfüllen. Heißt also, es gilt das „Augen auf “ Prinzip und man kann gut und gerne auch beim regionalen Einkauf qualitativ einen BIO-Standard erreichen.
Frische steht ganz vorne bei der Nachfrage
Apropos Regionalität: Hier punktet, neben den strengen Auflagen hinsichtlich Lebensmittel, vor allem die Frische. Denn Regionalität bedeutet kurze Wege und damit rasche Verfügbarkeit, und wenn dann noch die Saisonalität dazu kommt, was die Ernte im besten Reifezustand garantiert, dann ist Frische auf jeden Fall gewährleistet. Das Bioparadies Salzburgerland ist so eine Vorzeigeregion, denn hier treffen alle Komponenten zusammen. Wie überhaupt das Salzburgerland die größte Bio-Anbaufläche Österreichs aufweist.
Gastronomie & Hotellerie
Bio-Vorzeigebetriebe gibt es mittlerweile genügend, als Pionier und Musterschüler in der Gastronomie kann dabei wohl Kolariks Luftburg bezeichnet werden. Seit 2018 biozertifiziert, ist Paul Kolarik in diesem Bereich kompromisslos und nicht zuletzt dieser Zugang brachte ihm 2021 den Titel „das größte, voll biozertifizierte Restaurant der Welt“ ein.
In der Hotellerie ist es das Biohotel Rupertus, das bereits seit 2005 biozertifiziert ist und bei BIO noch viel weiter denkt, als nur an Lebensmittel. Biogetränke gehören hier ebenfalls dazu, Treatments werden mit Bio-Produkten angeboten und Reinigungsmittel müssen auch biologisch sein.
Die Gruppe der Biohotels garantiert Bio auf höchstem Niveau, und das in bereits mehr als 300 zertifizierten Häusern in Österreich. Nachhaltige Konzepte und regionale Bioprodukte kennzeichnen die Gruppe, die heuer ihr 25jähriges Jubiläum feiert. Ein neuerer Standard wurde aktuell mit Gold- und Silberauszeichnung von BIO AUSTRIA für das Bio-Frühstück bei Urlaub am Bauernhof implementiert.
Bio wächst kontinuierlich!
Im Rahmen der BIOFACH wurden von der AMA-Marketing die aktuellen RollAMA-Zahlen für das Jahr 2025 präsentiert und die zeigen deutlich: . Der Bio-Anteil ist mit 12 Prozent auf einem All-Time-High, gleichzeitig gewinnt regionales Bio für Konsumenten weiter an Bedeutung. Bio ist also ein Bereich, der künftig weiter steigen wird.
Großhandel als Basis
Großhändler sind die Lieferanten für Gastronomie und Hotellerie und sind damit auch zuständig für die Verfügbarkeit . So setzen auch sie verstärkt auf BIO, einfach, weil die Nachfrage seitens der Gastronomie steigt. Einzelne Großhändler bieten mittlerweile ein Biosortiment unter einer eigenen Marke an, Bioschulungen inklusive. Ebenso ist der Frische-Sektor stark nachgefragt, der sich beim Fleisch genauso zeigt, wie beim Fischangebot. Ausgewählte Lieferanten und hohe Qualitätskontrollen sichern das Angebot ab. Bei Milchprodukten, sowie Obst und Gemüse gibt es von den Großhändlern meistens eine Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten. Diese Schiene ist vermehrt im Wachstum, denn Frische, und damit Regionalität, stehen schon lange im Fokus. Das Ganze dann in Bio ist eigentlich die Perfektion, denn Bio und Frische gemeinsam bedeuten letztendlich im weitesten Sinn auch Ökologie auf dem Teller.








