Samstag - 14.02.2026
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Blackout-Vorsorge in Niederösterreich

Ein Appell zur Eigenverantwortung für die Gastronomie

Angesichts der wachsenden Bedrohung durch großflächige Stromausfälle hat das Land Niederösterreich seine Vorsorgemaßnahmen massiv ausgebaut. Während die öffentliche Hand die kritische Infrastruktur sichert, wird ein klarer Appell an die Eigenverantwortung von Unternehmen gerichtet. Für die Gastronomie und Hotellerie, deren Betrieb existenziell von einer funktionierenden Stromversorgung abhängt, sind diese Entwicklungen von höchster strategischer Bedeutung.

Das Land rüstet auf

In einer Pressekonferenz präsentierten LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und die Führung der Landesfeuerwehr die umfassenden Vorbereitungen Niederösterreichs. Die Maßnahmen zielen darauf ab, auch im Krisenfall handlungsfähig zu bleiben:

  • Kommunikation: Der Digitalfunk wird durch 120 Notstromaggregate blackoutsicherer gemacht, ein eigener Richtfunk wird etabliert und das Pagernetz für die Alarmierung wird verbessert.
  • Notstromversorgung: Rund 400 Notstromaggregate wurden für Feuerwehrhäuser angeschafft. Alle Landeskliniken, Straßenmeistereien sowie ein Großteil der Wasserver- und -entsorgung sind notstromversorgt.
  • Treibstoffversorgung: Die Feuerwehren wurden mit Großstromaggregaten, eigenen Tankstellen und Tanklastzügen ausgestattet, um im Ernstfall autark agieren zu können.

Die entscheidende Botschaft an die Betriebe

Während diese Maßnahmen die öffentliche Sicherheit gewährleisten, machen die Verantwortlichen klar, dass die Einsatzorganisationen im Ernstfall priorisieren müssen. Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner betont: „Wenn Strom, Licht und digitale Systeme ausfallen, steigt der Hilfebedarf der Bevölkerung massiv. Umso wichtiger ist es, dass wir technisch autark arbeiten können.“

Für Gastronomie- und Hotelbetriebe bedeutet dies im Klartext: Die Feuerwehr wird sich primär um kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser kümmern, nicht um die Kühlhäuser einzelner Restaurants oder die Stromversorgung von Hotelzimmern.

Der entscheidende Hebel für Unternehmen liegt in der Eigenvorsorge. LH-Stellvertreter Pernkopf hob in diesem Zusammenhang eine wichtige administrative Erleichterung hervor: Die Genehmigungspflicht für private Notstromaggregate wurde abgeschafft. Dies ist ein direktes Signal an die Wirtschaft, unkompliziert und rasch in die eigene Versorgungssicherheit zu investieren.

Warum Vorsorge für die Gastronomie existenziell ist

Ein Blackout hätte für jeden Gastronomie- oder Hotelbetrieb verheerende Folgen:

  • Totalausfall: Kassensysteme, Küchengeräte, Kühl- und Tiefkühlanlagen, Beleuchtung, Heizung und Schließsysteme fallen aus.
  • Massiver Warenschaden: Ohne Kühlung verderben Lebensmittel im Wert von Tausenden von Euro innerhalb kürzester Zeit.
  • Betriebsstillstand: Ein Weiterbetrieb ist ohne Strom unmöglich, was zu massiven Umsatzeinbußen führt.

Der abschließende Appell von Land und Feuerwehr, selbst Vorsorge zu treffen, richtet sich daher nicht nur an Privathaushalte, sondern insbesondere auch an die Unternehmen. „Gut vorbereitete Haushalte entlasten Einsatzkräfte und Gemeinden“, so Pernkopf und Fahrafellner. Für die Gastronomie lässt sich ergänzen: Ein gut vorbereiteter Betrieb sichert seine eigene Existenz.

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