Die Förderung von Nachwuchskräften in der Gastronomie zählt zum Herzstück der Arbeit der Sommelier Union Austria. Jedes Jahr findet vor diesem Hintergrund der Wettbewerb um den Titel „Bester Nachwuchssommelier Österreichs“ statt. Heuer traf sich die junge Sommelier-Elite im DoubleTree by Hilton Vienna Schönbrunn, wo sich 18 Kandidaten den anspruchsvollen Aufgaben einer hochkarätig besetzten Jury stellten.
Christoph Bleier, Weinberater bei Wein & Co, holte sich den Titel „Bester Nachwuchssommelier Österreichs 2025“. Den zweiten Platz belegte Franziska Kaufmann, Schülerin der Hertha-Firnberg-HLW Wien, gefolgt von Sophie Winkelhofer von der HLF Krems. Für die drei ist dieser Wettbewerb ein Sprungbrett in eine vielversprechende Zukunft in der Welt der Sommellerie.
Zugelassen sind Teilnehmer, die noch keine abgeschlossene Ausbildung als Diplom-Sommelier haben und maximal 22 Jahre alt sind. Die Jury wurde von Philipp Künemund, Vizepräsident der Sommelier Union Deutschland, geleitet. Unterstützt wurde er von einer hochkarätigen Runde aus Pädagogen, Sommeliers und Branchenexperten aus ganz Österreich.
Ein Finale mit Tücken
Der Wettbewerb forderte die jungen Sommeliers auf mehrere Ebenen. In der theoretischen Prüfung galt es, einen umfangreichen Fragenkatalog zu meistern. Abgefragt wurden unter anderem klassifizierte Rebsorten österreichischer DAC-Gebiete, die richtige Bezeichnung von Flaschengrößen, bekannte Rieden und Winzer sowie Grundlagen der Kellertechnik und Getränkekunde. Im praktischen Teil mussten die Teilnehmer eine Flasche Rotwein professionell servieren und dabei auf einen spontanen Änderungswunsch eines Gastes eingehen.
Im Finale wurde es noch herausfordernder und verschiedene Restaurantsituationen wurden simuliert. So hatten an einem Tisch die Gäste vier Weine selbst mitgebracht, die es schlüssig zu reihen galt, nebst Empfehlung einer passenden Menüfolge und eines Zusatzverkaufs. An einem anderen Tisch klang die Aufgabe, eine Flasche Rotwein in zehn Minuten zu servieren, zunächst unspektakulär. Hier hatten die Gäste allerdings viele Fragen zum Wein, und schließlich äußerte ein Gast den Wunsch nach einem Bier, das auf Basis definierter Vorgaben auszuwählen und zu servieren war.
Eine sensorische Prüfung verlangte zudem, drei Weine aus schwarzen Gläsern zu erkennen und zu beschreiben. Danach folgte eine Geruchsprobe, bei der Spirituosen wie Gin, Marillenbrand und Whiskey nur durch Riechen identifiziert werden mussten. Zum Abschluss stand eine Wissensrunde über die Geschichte und Persönlichkeiten der österreichischen Weinkultur auf dem Programm.
And the winner is…
Christoph Bleier überzeugte die Jury mit souveräner Fachkenntnis, Ruhe und natürlichem Charme. Bei all den Aufgaben sammelte er die meisten Punkte und darf sich über den Titel „Bester Nachwuchssommelier Österreichs 2025“ freuen. Damit schließt der gebürtige Wiener an seinen Erfolg von 2022 an, als er den Wettbewerb erstmals gewann. Der zweite Platz ging an Franziska Kaufmann, der dritte an Sophie Winkelhofer.







