Was gerne einmal so leichthin gesagt wird, trifft mit größter Sicherheit auf die Bürokratie in diesem Land zu. So gut wie alle Branchen stöhnen über den ausufernden Papierkram und mit der ÖHV hat die Interessensvertretung der Hotellerie dies bei ihrem alljährlichen Kongress zum Thema gemacht. Endlich, möchte man fast sagen, denn gerade diese Sparte ist von bürokratischen Feinheiten besonders betroffen. Drei Stiegen und die Frage, ob dies schon eine Treppe ist und wie viele Handläufe dann notwendig sind, ist nur eines der Beispiele, die Hoteliers zur Verzweiflung bringen. Und Gastronomen gleichermaßen. Kurzfristig mag so etwas ja manche zum Schmunzeln bringen, aber im Alltag sind all diese Dinge ein Hemmschuh.
Regulierungen, Gesetze und Verordnungen sind wichtig und notwendig. Gäbe es sie nicht, würde sich womöglich bald einmal das Recht des Stärkeren durchsetzen und wohin das führen kann, sehen wir gerade live. Aber Verordnungen müssen Sinn machen und dürfen vor allem nicht parallel von mehreren Institutionen durchgeführt werden. Da könnte doch glatt der Verdacht aufkommen, dass es hier manchmal ums doppelt Abkassieren geht.
Also, liebe Bundesregierung: Lasst Sepp Schellhorn arbeiten, auch wenn er manchmal eine geradezu verblüffende Gabe für den Tritt ins Fettnäpfchen hat. Seine Ansätze sind schon gut und wenn die Umsetzung der 130 Maßnahmen, die da bereits auf dem Tisch liegen, in absehbarem Zeitraum einer Umsetzung folgen, dann wäre das schon ein großer Schritt in Richtung Erleichterung für Hoteliers. Denn schließlich will der sich auf seine Gäste konzentrieren, und nicht auf Formulare. Was auch seine ureigenste Aufgabe ist.









