Die Bundesregierung hat im ersten Ministerrat des Jahres 2026 weitreichende Maßnahmen beschlossen, um den Tourismusstandort Österreich nachhaltig zu stärken. Der Tourismus ist eine tragende Säule der heimischen Wirtschaft. Gemeinsam mit der Freizeitwirtschaft erwirtschaftet die Branche rund 14 Prozent der Wirtschaftsleistung und sichert über 567.000 Vollzeitarbeitsplätze. Trotz guter Nachfrage stehen die Betriebe jedoch vor steigenden Energie- und Finanzierungskosten, Fachkräftemangel, Herausforderungen bei Betriebsnachfolgen und wachsendem internationalen Wettbewerb. Ziel der neuen Initiativen ist es, Wertschöpfung im Land zu halten, Zukunftsperspektiven zu sichern und das Tourismusbild nachhaltig weiterzuentwickeln.
Vision T und internationale Sichtbarkeit
Mit der „Vision T“ wird eine nationale Tourismusstrategie erarbeitet, die gemeinsam mit der Branche ein neues Zielbild für den Tourismus bis Sommer 2026 definiert. Ein Sonderbudget von einer Million Euro unterstützt die internationale Bewerbung rund um die Olympischen Winterspiele 2026 und soll Österreich als führende Skidestination positionieren. Gleichzeitig wird die Beherbergungsstatistik modernisiert, um Digitalisierung und Datenqualität zu verbessern und als Grundlage für das digitale Gästeblatt zu dienen. Die neue Imagekampagne „Team Tourismus“ soll Menschen für Jobs im Tourismus begeistern, moderne Arbeitswelten sichtbar machen und die Attraktivität der Branche steigern.
Fachkräfte, Qualifizierung und Beschäftigtenfonds
Eine bundesweite Fachkräftestrategie legt den Schwerpunkt auf Ganzjahresarbeitsplätze, überregionale Vermittlung und bessere Arbeitsbedingungen. Der neu eingerichtete Tourismusbeschäftigtenfonds stellt jährlich 6,5 Millionen Euro für Qualifizierungs- und Unterstützungsleistungen bereit. Das Programm „NextGen4Austria“ unterstützt zudem Qualifizierungsmöglichkeiten für potenzielle Betriebsnachfolgerinnen und Nachfolger, um langfristige Perspektiven für Familienbetriebe und mittelständische Unternehmen zu sichern. „Mit diesen Maßnahmen zeigen wir ganz deutlich, dass wir auf Menschen statt auf kurzfristige Lösungen setzen. Wir schaffen Perspektiven im Tourismus, nicht nur Jobs auf Zeit“, betonte Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann.
Preistransparenz, Bürokratieabbau und Digitalisierung
Der administrative Aufwand für Betriebe soll spürbar reduziert werden. Preisauszeichnungen bei Beherbergungsbetrieben werden vereinfacht, Abgaben wie Ortstaxe werden klar ausgewiesen und die Pflicht zur Preisangabe im Eingangsbereich zeitgemäß angepasst. Die Umsetzung der EU-Verordnung zu Short-Term Rentals wird technisch unterstützt, damit eine einheitliche Datenmeldung möglich ist. Staatssekretär Sepp Schellhorn verwies auf die Erfolge der Trinkgeldreform und weitere Entbürokratisierungsmaßnahmen. Die verlängerte Grace Period bei Betriebsübergaben, digitale Belege und das digitale Gästeblatt sollen Qualität und Erlebnis zwischen Gast und Gastgeber ermöglichen, ohne dass Bürokratie unnötig Ressourcen bindet.
Nachhaltigkeit und Zukunftssicherung
Darüber hinaus wird die Inflationsberechnung im Tourismus gemeinsam mit der Statistik Austria überprüft, um den exportorientierten Charakter der Branche besser abzubilden. Ziel ist es, die internationale Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Betriebe zu sichern und Investitionen, Qualität und Beschäftigung zu fördern.
Für Staatssekretärin Elisabeth Zehetner ist klar: „Der Tourismus ist ein stabiler und wachsender Faktor für die österreichische Wirtschaft und war auch in den vergangenen Jahren eine wesentliche Konjunkturstütze. Jetzt geht es darum, dass wir genau diesen Beitrag weiterhin unterstützen. Wir zeigen rund um die Olympischen Spiele, was Österreich als Wintersportnation kann und zu bieten hat und holen damit zusätzliche Wertschöpfung ins Land.“
Die Maßnahmen im Überblick:
- Vision T – Erarbeitung einer neuen nationalen Tourismusstrategie mit starker Beteiligung der Branche
- Nach den Expertengipfeln folgen Stakeholderdialoge in allen Bundesländern ab März 2026
- Neues Zielbild für den Tourismus bis Sommer 2026
- Sonderbudget für die Olympischen Winterspiele 2026
- 1 Mio. Euro für internationale Bewerbung Österreichs als führende Skidestination
- Modernisierung der Beherbergungsstatistik
- Mehr Digitalisierung und Datenqualität als Voraussetzung für das digitale Gästeblatt
- Neue Imagekampagne „Team Tourismus“
- Ziel: Mehr Menschen für Jobs im Tourismus begeistern
- Schwerpunkt auf moderne Arbeitswelten, Karrieren und Sinnstiftung
- Bundesweite Fachkräftestrategie laut Regierungsprogramm – im Tourismus mit Schwerpunkt auf Ganzjahresarbeitsplätze und überregionale Vermittlung
- Fokus auf bessere Arbeitsbedingungen, Qualifikation und langfristige Bindung
- Start des Tourismusbeschäftigtenfonds
- 6,5 Mio. Euro jährlich für Qualifizierungs- und Unterstützungsleistungen
- Überprüfung der Inflationsberechnung im Tourismus
- Gemeinsam mit Statistik Austria, um exportorientierten Charakter besser abzubilden
- Programm „NextGen4Austria“ zur Betriebsnachfolge im Tourismus
- Qualifizierungsangebote für potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger
- Preisauszeichnung bei Beherbergungsbetrieben vereinfachen
- Klare Regeln für die Ausweisung von Abgaben wie der Ortstaxe, zeitgemäße Anpassung der Pflicht zur Preisangabe im Eingangsbereich
- Umsetzung der EU-Verordnung zu Short-Term Rentals
- Bund stellt technische Infrastruktur für einheitliche Datenmeldung zur Verfügung.





