Von Jänner bis Juli 2026 wurden im Burgenland 1.940.930 Nächtigungen gezählt. Das entspricht einem Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2025. Die Inlandsnächtigungen gingen leicht um 0,2 Prozent auf 1.483.460 zurück, während die Auslandsnächtigungen um 1,3 Prozent auf 457.470 zulegten.
Niederösterreich und Wien wachsen weiter
Positiv entwickelten sich die beiden wichtigsten heimischen Herkunftsmärkte. Aus Niederösterreich kamen 424.460 Nächtigungen, ein Plus von 2,9 Prozent. Wien legte um 2,3 Prozent auf 385.757 Nächtigungen zu.
Besonders dynamisch entwickelten sich die Nachbarländer. Tschechien verzeichnete im Zeitraum Jänner bis Juli ein Plus von 13,5 Prozent, Ungarn von 11,8 Prozent und die Slowakei von 1,9 Prozent.
Juli leicht unter Vorjahr
Im Juli 2026 wurden 434.478 Nächtigungen registriert, um 1,2 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Burgenland Tourismus führt die Entwicklung unter anderem auf Phasen extremer Hitze zurück und sieht darin eine Bestätigung für den Ausbau der Nebensaisonen.
Regional zeigte sich ein unterschiedliches Bild: Das Nordburgenland lag mit 271.124 Nächtigungen um 3,0 Prozent unter dem Vorjahr. Mittelburgenland-Rosalia erreichte ein Plus von 0,7 Prozent auf 64.199 Nächtigungen, das Südburgenland legte um 2,5 Prozent auf 99.155 Nächtigungen zu.
Auslandsgäste legen im Juli deutlich zu
Während die Nächtigungen inländischer Gäste im Juli um 4,5 Prozent auf 309.759 zurückgingen, stiegen jene aus dem Ausland um 8,1 Prozent auf 124.719.
Besonders stark war erneut die Entwicklung in den Nachbarmärkten: Tschechien legte im Juli um 29,2 Prozent zu, Ungarn um 24,3 Prozent und die Slowakei um 22,0 Prozent.
Fokus auf Herbst und Nebensaison
Für Burgenland Tourismus bestätigt die Halbjahresbilanz die Strategie, die klassische Sommersaison stärker auf Frühjahr und Herbst auszudehnen. Geschäftsführer Didi Tunkel verweist dabei unter anderem auf das „Losradeln“ im März, das See Opening, das Martiniloben sowie die geplante Weiterentwicklung des Wintertourismus.
Für den Herbst stehen bereits weitere Angebote im Fokus. Geplant sind unter anderem die Pannonischen Natur.Erlebnis.Tage von 1. bis 11. Oktober, das Martiniloben sowie Thermen-, Rad- und Wanderangebote.
Damit zeigt sich: Das Burgenland hält sein hohes Tourismusniveau, wobei vor allem die stärkere Internationalisierung und der Ausbau der Nebensaisonen an Bedeutung gewinnen.







