Die Beliebtheit von Campingurlauben hält unvermindert an. Österreich verzeichnete im Vorjahr mit rund 8,8 Millionen Übernachtungen auf Camping- und Stellplätzen ein Rekordjahr. Doch diese wachsende Nachfrage spiegelt sich auch in den Preisen wider, wie eine aktuelle Analyse des Campingportals Pincamp für die Sommersaison 2026 aufzeigt.
Österreich im europäischen Preisvergleich
Für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind belaufen sich die durchschnittlichen Kosten für eine Campingnacht in Österreich während der Sommer-Hochsaison 2026 auf 56 Euro. Damit positioniert sich Österreich im oberen Mittelfeld der untersuchten europäischen Campingdestinationen. Die Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr liegt bei acht Prozent, was nur geringfügig über dem europäischen Durchschnitt von sieben Prozent liegt.
Die preiswertesten Campingziele Europas sind demnach Norwegen (38 Euro), Schweden (40 Euro) und Deutschland (41 Euro). Deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen Urlauber in den Mittelmeerregionen: Eine Campingnacht in Italien kostet durchschnittlich 63 Euro, in Kroatien sogar 73 Euro.
Regionale Preisunterschiede in Österreich
Innerhalb Österreichs variieren die Preise erheblich. Niederösterreich bietet mit 39 Euro pro Nacht das günstigste Angebot, während Oberösterreich mit 67 Euro pro Nacht das teuerste Bundesland ist – ein Preisunterschied von 28 Euro. Die stärksten Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen Tirol (plus elf Prozent) und Oberösterreich (plus zwölf Prozent). Die Steiermark ist das einzige Bundesland, in dem die Preise leicht gesunken sind (minus drei Prozent).
Sparpotenzial in der Nebensaison
Camping ist besonders bei Familien mit schulpflichtigen Kindern eine bevorzugte Urlaubsform, was die hohe Nachfrage in den Monaten Juli und August erklärt. Wer jedoch außerhalb der Sommerferien reist, kann erheblich sparen. Europaweit liegen die Preise in der Nebensaison durchschnittlich 29 Prozent unter dem Niveau der Hochsaison.
Besonders ausgeprägt ist dieses Sparpotenzial in klassischen Sommerdestinationen. So ist Kroatien in der Nebensaison um 53 Prozent günstiger, Italien und Spanien jeweils um 38 Prozent. Auch in Österreich lohnt sich ein Urlaub außerhalb der Hauptsaison: Hier liegen die Preise rund 20 Prozent unter dem Hochsaisonniveau.






