Die deutsche Kaffeebranche steht vor einer Belastungsprobe: Die chinesische Billig-Coffeeshop-Kette Cotti Coffee erobert mit Kampfpreisen Städte wie Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Köln. Mit Espresso für 99 Cent und Cappuccino unter drei Euro setzt der Newcomer etablierte Anbieter massiv unter Druck.
Schnelle Expansion durch schlankes Konzept
Cotti Coffee, gegründet im Jahr 2022, verfügt bereits über 18.000 Filialen in 28 Ländern. Das Konzept ist auf „Tempo und Mitnehmen“ ausgelegt: kleine Läden, kaum Sitzplätze und Bestellungen via App. Die Expansion erfolgt ohne große Werbekampagnen, stattdessen setzt das Unternehmen auf Influencer, Social Media und Rabatte per App.
Herausforderungen für die etablierte Gastronomie
Für die heimische Gastronomie und Hotellerie, insbesondere für Cafés und Kaffeehäuser, stellt der Markteintritt von Cotti Coffee eine ernstzunehmende Konkurrenz dar. Die etablierten Anbieter kämpfen bereits mit hohen Kosten für Mieten, Personal, Energie und Rohstoffe. Die Kampfpreise des chinesischen Anbieters könnten die Margen weiter unter Druck setzen.
Die Frage, wie die Konkurrenz mit dieser Entwicklung umgehen wird, ist zentral für die Zukunft der Kaffeebranche. Es wird entscheidend sein, wie etablierte Betriebe auf diese neue Herausforderung reagieren – sei es durch eine stärkere Differenzierung im Angebot, eine Betonung von Qualität und Service oder die Entwicklung eigener, effizienterer Konzepte.









