Deloitte & ÖHV Tourismusbarometer 2026

Tourismus kämpft mit sinkenden Gewinnen trotz guter Auslastung

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Der aktuelle Tourismusbarometer 2026 von Deloitte und der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) zeigt, dass volle Betten allein für viele Tourismusbetriebe nicht mehr ausreichen, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Steigende Kosten, eine hohe Steuer- und Abgabenlast sowie geopolitische Unsicherheiten setzen die Ertragskraft vieler Betriebe unter Druck.

Verhaltene Stimmung trotz guter Buchungszahlen

Rund 230 Touristiker aus ganz Österreich teilten ihre Sicht auf die aktuelle Lage. Die allgemeine wirtschaftliche Lage in der Branche wird mit einer Note von 3,2 bewertet, was eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Fast jeder zweite Betrieb erwartet eine weitere Verschlechterung, was den wirtschaftlichen Druck unterstreicht, so Andreas Kapferer, Partner bei Deloitte in Tirol.

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Hohe Kosten belasten die Ertragskraft

Trotz steigender Nächtigungszahlen bleibt bei vielen Tourismusbetrieben deutlich weniger Gewinn übrig. Hohe Betriebs-, Energie- und Personalkosten sowie die Steuer- und Abgabenlast strapazieren die Ertragslage spürbar. Bei jedem zweiten Betrieb hat sich der Gewinn in den vergangenen drei Jahren schwächer entwickelt als der Umsatz. Der Konflikt im Nahen Osten führt dazu, dass neun von zehn Betrieben mit einer weiteren Kostensteigerung rechnen.

Markus Gratzer, Generalsekretär der ÖHV, betont die Notwendigkeit einer Standort- und Strukturreform, um wirtschaftliche Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Die Verfügbarkeit von Arbeitskräften hat sich leicht entspannt (Note 3,0), dennoch haben 62 % der Betriebe offene Stellen zu besetzen.

Transformation wird zur Notwendigkeit

Der wirtschaftliche Druck zwingt viele Betriebe zur Neuausrichtung. Die Optimierung der Kostenstruktur (76 %) und effizientere Betriebsprozesse (56 %) stehen auf der Prioritätenliste. Die Gästebedürfnisse ändern sich ebenfalls: 63 % der Betriebe berichten von rückläufigen Nebenausgaben, insbesondere in der Gastronomie, bei Wellnessangeboten und Upgrades.

Mehr als zwei Drittel der Betriebe haben ihr Geschäftsmodell bereits angepasst oder planen dies.

Andreas Kapferer

„Transformation ist heute keine Option mehr, sondern eine zentrale Voraussetzung, um langfristig wettbewerbsfähig und erfolgreich zu bleiben.“

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