Laut einer aktuellen Umfrage von Communityadapt gehen 80 Prozent der heimischen landwirtschaftlichen Betriebe davon aus, dass der Klimawandel Auswirkungen auf die Produktion hat. 40 Prozent der Befragten beurteilen die Entwicklung sogar als existenzgefährdend.
Bio als möglicher Stabilitätsfaktor
Lukas Hochwallner, Geschäftsführer der ARGE NahtürlichBIO und selbst Bio-Landwirt, sieht vor allem in widerstandsfähigeren Produktionssystemen einen möglichen Ansatz für mehr Versorgungssicherheit. Dazu zählen Böden mit höherer Wasserspeicherfähigkeit, tiefwurzelnde Pflanzen und stärkere betriebliche Kreisläufe.
Mehrere konkrete Werkzeuge werden genannt: Humusaufbau, rotierende Weidesysteme, klimaangepasste Pflanzen, vielfältige Fruchtfolgen, Agroforst sowie wassersparende Bodenbearbeitung. Ziel ist es, landwirtschaftliche Betriebe robuster gegenüber Trockenheit und Extremwetter zu machen.
Gastronomie als wichtiger Absatzkanal
Die ARGE sieht auch die Gastronomie in einer zentralen Rolle. Nach Einschätzung Hochwallners bleibt der Anteil von Bio-Gerichten auf heimischen Speisekarten weiterhin unter den Erwartungen, obwohl professionelle Bio-Lieferketten mittlerweile Planbarkeit und Liefersicherheit ermöglichen sollen.
Gleichzeitig verweist die Initiative darauf, dass steigende Nachfrage nach Bio-Produkten und regionale Beschaffung langfristig auch zur Stabilisierung der heimischen Lebensmittelversorgung beitragen könnten.
Unterstützung beim Umstieg
Die ARGE NahtürlichBIO unterstützt Gastronomiebetriebe nach eigenen Angaben beim Einstieg in die Bio-Beschaffung und bei strukturellen sowie bürokratischen Fragen. Ziel ist es, den Anteil regionaler Bio-Lebensmittel in Österreichs Küchen zu erhöhen.
Hinter der Initiative stehen die Biobäuerliche Vermarktung, Sonnberg Biofleisch und BerSta Biogroßhandel. Alle drei Unternehmen sind seit Jahren in Produktion und Vermarktung von Bio-Lebensmitteln tätig.
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