Dass „gut gemeint“ das Gegenteil von „gut gemacht“ ist, trifft zu hundert Prozent auf die Entgelttransparenz- Richtlinie zu. Die entpuppt sich als vollkommener Fehlschlag. Von der noch im Juni vorgesehenen Umsetzung in nationales Recht ist Österreich weit entfernt: Die Unternehmen im Land wissen also noch nicht, auf welcher Basis sie ihre Löhne und Gehälter zukünftig berechnen dürfen – und um nichts mehr und nichts weniger geht es.
Künftig müssen Punkte verteilt werden für Kompetenzen, Belastungen, Verantwortung und Arbeitsbedingungen – doch wie genau das aussieht, weiß noch niemand. Klar ist nur, es wird aufwändig und teuer. Ob und wie die Lohnverrechner diese zusätzlichen Aufgaben unterbringen sollen, ist unklar – vor allem weil alles neu wird und keiner weiß wie. Ist das der Politik egal? Bundeskanzler Stocker meinte, Österreich werde die EU-Vorschriften nicht übererfüllen. Das wird nicht reichen. Diese Richtlinie sollte zurück an den Start!







