Das vom Ökosozialen Forum ausgerichtete ernte.dank.festival. verwandelte den Wiener Heldenplatz bereits zum dritten Mal in einen lebendigen Ort des Dialogs. Das zentrale Anliegen der gelungenen Veranstaltung bestand darin, eine verlässliche Brücke zwischen produzierenden Bauern sowie städtischen Konsumenten zu schlagen. Damit schuf das Fest gegenseitiges Verständnis für heimische Lebensmittel.
Wertschätzung für heimische Qualität
Sowohl Bundeskanzler Christian Stocker als auch Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig besuchten zahlreiche Stände auf dem Festivalgelände. Totschnig hob hervor, dass bäuerliche Familienbetriebe trotz Wetterextremen, steigenden Kosten und volatilen Märkten täglich vollen Einsatz leisten. Der bewusste Kauf von rot-weiß-roten Qualitätsprodukten sichere die Zukunft der Lebensmittelversorgung. Auch Stephan Pernkopf, Präsident des Ökosozialen Forums, betonte nach dem Dürresommer, dass eine gute Ernte keine Selbstverständlichkeit darstelle. Wer zu heimischen Nahrungsmitteln greift, zeigt Wertschätzung für die Arbeit der Betriebe.
Vielfältige Einblicke und Tradition
Ein besonderer Schwerpunkt lag im Internationalen Jahr der Bäuerin auf den Frauen der Landwirtschaft. Im eigenen Bäuerinnen-Dorf präsentierten sie ihr Können bei einer Trachtenschau sowie Auftritten des Vorarlberger Bäuerinnen-Chors. Zudem brachten Bäuerinnen aus Thailand und Uganda mit Weltkarten, Ansichtsmaterial und Kostproben internationale Perspektiven ein. Dadurch verdeutlichten sie weltweite Unterschiede und die Rolle der Frauen.
Erlebniswelt mit Unterhaltung und Kulinarik
Auf drei Bühnen bot das Fest Musik von den Poxrucker Sisters, den Desperate Brasswives, den Original Woodstock Musikanten und Brassaranka. Der Forstwettkampfverein demonstrierte Präzision und Geschick, während riesige Traktoren die Erntekette von Erdäpfeln zeigten. Interaktive Stationen luden zum Fragenstellen ein, während regionale Spezialitäten, Weine und Bier genossen wurden. Als Think-Tank erarbeitet das Ökosoziale Forum Empfehlungen für eine nachhaltige Umwelt-, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik.
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