Mehr als 2.500 Besucher feierten gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, der Dompfarre Linz und den bäuerlichen Direktvermarktern das Landeserntedankfest im und vor dem Linzer Mariendom. Dieses Fest steht für Gemeinschaft, Dankbarkeit und die Wertschätzung der Arbeit in der Landwirtschaft. Diözesanbischof Manfred Scheuer zelebrierte die feierliche Messe in einem bis auf den letzten Platz gefüllten Dom. Musikalisch wurde die Feier vom Chor der Bäuerinnen aus den Bezirken Linz-Land und Ried begleitet, der mit der „Alpenländischen Messe“ von Lorenz Maierhofer eine besondere Atmosphäre schuf.
Tradition und Segnung der Erntekronen
Ein besonderer Moment war die Segnung der vier kunstvoll gebundenen Erntekronen, je eine aus jedem Viertel Oberösterreichs. Der feierliche Einzug der Kronen unter Blasmusikklängen in den Dom war ein beeindruckendes Bild und Ausdruck gelebter Tradition. Bischof Manfred Scheuer betonte in seiner Predigt:„Auch wenn wir uns in der modernen Gesellschaft in vielen Bereichen unabhängig von äußeren Einflüssen gemacht haben, so zeigt sich dennoch, wie angewiesen wir Menschen auf das Wohlwollen der Natur und auch unserer Mitmenschen sind. Gesät haben wir ein Korn, geerntet ein Wunder. Und so ist jedes Jahr die Zeit der Dankbarkeit, wenn die Ernte eingebracht ist und die Natur zur Ruhe kommt.“
Bäuerliche Arbeit und Wertschätzung
Das Fest machte deutlich, dass Ernte nicht selbstverständlich ist. Sie ist das Ergebnis harter Arbeit und abhängig von Wetter und Natur. Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Waldenberger erklärte:„Erntedank bedeutet auch, jenen zu danken, die tagtäglich für unsere Lebensmittel sorgen. Gerade in Zeiten von sich verstärkenden Wetterextremen wie Gewitterstürmen, Hagel oder lokalen Hochwasser-Ereignissen wird uns bewusst, wie fragil eine gute Ernte sein kann.“ Nach dem Gottesdienst lud der Schmankerlmarkt zum Verweilen ein. Besucher konnten sich durch die Vielfalt bäuerlicher Produkte kosten und mit den Bäuerinnen und Bauern ins Gespräch kommen. Johanna Haider, Vorsitzende des Bäuerinnen-Ausschusses, freute sich über die große Resonanz: „Wir zeigen hier, wie aus hochwertigen Rohstoffen echte Köstlichkeiten entstehen.“ Für Kinder gab es bei der Station der Seminarbäuerinnen ein besonderes Erlebnis: Das „Buttershaken“ machte den Kindern sichtlich Spaß, und sie konnten die selbst gemachte Butter auf Brot genießen.










