Fachkräftestrategie in Österreich: Seniorenbund fordert Umdenken bei älteren Mitarbeitern

Angesichts der geplanten Fachkräftestrategie der Regierung und der paradoxen Situation von steigender Arbeitslosigkeit bei gleichzeitigem Fachkräftemangel, fordert Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec ein gesamtgesellschaftliches Umdenken. Sie betont, dass ältere Mitarbeiter einen wertvollen Expertenpool darstellen, der von Unternehmen und jüngeren Kollegen gleichermaßen profitieren kann.

Paradoxon auf dem Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit bei Menschen über 50 Jahren steigt stetig an. Im Jänner waren 116.749 Personen dieser Altersgruppe arbeitslos, ein Plus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ältere sind zudem stark von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, und 30 Prozent der Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten haben keine Mitarbeiter über 60 angestellt.

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Korosec kritisiert dieses Vorgehen als paradox: „Fachkräftemangel zu beklagen, gleichzeitig aber Ältere zu kündigen oder nicht anzustellen, ist paradox.“ Sie hebt hervor, dass Berufserfahrung einen Wert haben muss, sowohl für den Arbeitgeber als auch für die Gesellschaft. Ältere Mitarbeiter seien zudem bereit, sich weiterzubilden.

Wertschätzung und Potenzial älterer Fachkräfte

Die Forderung nach einem Umdenken zielt darauf ab, das Potenzial älterer Fachkräfte besser zu nutzen. Ihre Erfahrung, ihr Wissen und ihre Loyalität können einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung des Fachkräftemangels leisten. Eine integrative Fachkräftestrategie sollte daher auch Maßnahmen zur Förderung und Wiedereingliederung älterer Mitarbeiter umfassen.

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