Donnerstag - 15.01.2026
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ÖHV setzt sich für wirksamen Schutz gegen Fake-Bewertungen ein

Fake-Bewertungen gefährden Vertrauen in die Gastronomie und Hotellerie. Die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) präsentiert einen umfassenden Maßnahmenkatalog, um dem Missbrauch im Netz entgegenzuwirken.

Die Bedeutung von Online-Bewertungen für die Branche

Online-Bewertungen sind längst ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Gastronomie- und Hotelleriebetrieben. „Das baut auf dem Vertrauen in die Erfahrung anderer Gäste auf. Doch oft zu Unrecht“, erklärt Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der ÖHV, und macht damit auf die wachsende Problematik absichtlicher Fake-Bewertungen aufmerksam. Diese verfälschen das Bild von Angeboten und gefährden die Glaubwürdigkeit der Plattformen.

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Gefälschte Bewertungen als Risiko für Unternehmen und Standort

Viele Bewertungen stammen nicht von tatsächlichen Kundinnen und Kunden, sondern werden aus Laune oder mit krimineller Absicht abgegeben. „Schon wenige schlechte Rezensionen katapultieren Betriebe auf Plattformen nach hinten, sie verhindern Geschäftsabschlüsse und ruinieren die Preisdurchsetzung“, warnt Gratzer. Die langsame oder ausbleibende Reaktion der Plattformbetreiber verschärft die Situation. Deshalb fordert die ÖHV klare gesetzliche Regelungen, um den Schaden für Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Österreich zu minimieren.

Konkrete Maßnahmen für mehr Rechtssicherheit

Die ÖHV schlägt vor, den Straf-Tatbestand der Irreführung auszudehnen: Plattformen müssen sicherstellen, dass Bewertungen nur von Personen stammen, die das Angebot tatsächlich genutzt haben. Gefälschte Bewertungen sollen als unlautere Geschäftspraxis gelten und auf die „Schwarze Liste“ im Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) aufgenommen werden. Zudem sollen Plattformen stärker haften, die Echtheit der Bewertungen prüfen und Transparenzpflichten erfüllen. Verwaltungsstrafen bei Verstößen sollen durchgesetzt werden, um wirksame Sanktionen zu ermöglichen.

Plattformen als Partner im Kampf gegen Fake-Bewertungen

Neben gesetzlichen Maßnahmen fordert die ÖHV, dass Plattformen selbst aktiv werden: Verifizierungsmechanismen, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Erkennung verdächtiger Bewertungen sowie Informationskampagnen für Nutzerinnen und Nutzer sollen den Missbrauch eindämmen. Betroffene sollen falsche Bewertungen einfach melden können, damit diese überprüft und gegebenenfalls gelöscht werden.

„Um dieses Phänomen einzudämmen, muss man mit einem großen Kaliber auffahren: mit Gesetzen, Justiz und empfindlichen Strafen für schädigende falsche Bewertungen, für Auftraggeber und Plattformen, die nichts dagegen unternehmen!“

betont Gratzer.

Österreich als Vorreiter im Schutz vor anonymen Angriffen im Netz

Mit diesem Maßnahmen-Mix will die ÖHV Österreich als Vorreiter positionieren: „Es gibt nirgends wirksame Gesetze gegen aggressive Geschäfts- und Rufschädigung auf unzähligen Plattformen. Also übernehmen wir die Initiative: Lassen wir uns nicht länger von anonymen Trollen und ausländischen Bots schädigen! Österreich kann und soll hier Vorreiter werden!“ Damit setzt die Branche ein klares Zeichen für Transparenz, Vertrauen und Fairness im digitalen Zeitalter.

https://www.oehv.at/

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