Die Fastenzeit verliert in Österreich zunehmend ihre traditionelle Bedeutung. Eine aktuelle Umfrage¹ zeigt, dass 86 Prozent der Bevölkerung Fasten nicht mehr als religiöses oder traditionelles Ritual sehen, sondern vielmehr als bewusste Auszeit für Körper und Geist. Dabei fasten viele, um Gesundheit und Wohlbefinden zu steigern oder ihr Konsumverhalten zu reflektieren.
Fasten als persönliche Entscheidung mit vielfältigen Motiven
Fast die Hälfte der Befragten hat noch nie gefastet, und weitere 22 Prozent planen keinen Verzicht. Dennoch ist Fasten für etwa 30 Prozent ein fester Bestandteil des Lebensstils, sei es durch regelmäßiges Fasten oder zeitlich begrenzte Phasen. Die häufigsten Motive sind körperliche Gesundheit, Gewichtsreduktion und ein bewussterer Umgang mit Konsum.
Die Fastenpraxis ist pragmatisch: Verzichtet wird am häufigsten auf Alkohol und Zucker, gefolgt von süßen, salzigen oder sauren Snacks. Weniger verbreitet sind der Verzicht auf Koffein oder Nikotin. Fasten wird so als alltagstaugliche, selbstbestimmte Maßnahme verstanden.
Positive Effekte und wachsendes Bedürfnis nach bewusster Ernährung
Die Mehrheit der Fastenden berichtet von positiven Effekten wie gesteigertem Wohlbefinden, Gewichtsreduktion und mehr Energie im Alltag. Negative Begleiterscheinungen sind selten.
Das Bedürfnis nach bewusster Ernährung und reflektiertem Konsum wächst, auch wenn die Fastenzeit als feste Tradition an Bedeutung verliert. Fasten wird zunehmend als individuelles Werkzeug für mehr Lebensqualität genutzt.
¹ Umfrage von TQS & Vorwerk unter 1.000 Österreicher:innen, repräsentativ nach Geschlecht, Alter und Bundesland, Jänner 2026









