Die FH Kärnten übernimmt die Leitung des EU-Leuchtturmprojekts VET5.0 (Vocational Education and Training 5.0) und gestaltet gemeinsam mit 25 Partnerorganisationen aus neun Ländern die Zukunft der Berufsbildung in Europa. Das auf vier Jahre angelegte Projekt verfügt über ein Gesamtvolumen von rund fünf Millionen Euro, wovon etwa vier Millionen Euro aus EU-Fördermitteln stammen.
Flexible Lernformate für eine dynamische Arbeitswelt
Ziel ist es, Bildung flexibler, zugänglicher und stärker an die Anforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt anzupassen, insbesondere in ländlichen Regionen. Grundlage bildet der Ansatz von Education 5.0, der technologische Innovation und menschzentriertes Lernen verbindet. VET5.0 entwickelt innovative, modular aufgebaute Bildungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen, von Jugendlichen bis zu Fachkräften und Menschen mit geringen Bildungschancen.
Europaweites Netzwerk und neue Bildungsstrukturen
Im Rahmen des Projekts entstehen sechs „Centres of Vocational Excellence“ sowie eine übergeordnete „Excellence Academy“ als vernetztes Ökosystem für Berufsbildung. Ergänzt wird dies durch digitale Plattformen, die Austausch, Weiterbildung und Zusammenarbeit europaweit ermöglichen. Projektleiterin Ingrid Krumphals betont, dass VET5.0 ein europaweites Netzwerk schafft, das Berufsbildung neu denkt – weg von isolierten Angeboten hin zu vernetzten Bildungsökosystemen.
Strategische Bedeutung für den Bildungsstandort Europa
Zu den österreichischen Partnerorganisationen zählen unter anderem Philips Austria GmbH, bfi Kärnten, BABEG, 3s Unternehmensberatung GmbH und die HTL Wolfsberg. Das Konsortium umfasst weitere Universitäten, Bildungsanbieter und Unternehmen aus insgesamt neun Ländern. Thomas Klinger, Leiter des Forschungszentrums myLab, unterstreicht die strategische Rolle der FH Kärnten in der europäischen Bildungslandschaft und den Beitrag zur Fachkräftesicherung.







