So kommen vor allem Forellen, Saiblinge, Reinanken oder Hecht auf den Teller, im Winter auch Karpfen. Das Angebot wird durch Fische aus Indoor-Aquakultur mit Wels, Barsch oder auch Tigergarnelen ergänzt.
Langsam gewachsen
Nur noch wenige Berufsfischer widmen sich hauptberuflich dem Fischfang. Die wenigen, die es noch gibt, fangen beste Qualität aus heimischen Seen. Das natürliche Futter und das langsame Wachstum sorgen im sauberen Wasser für exzellenten Fisch, der Großteils frisch an die heimische Gastronomie verkauft wird. Für regionale Spezialitäten wird er auch gerne gegrillt oder geräuchert. Noch findet man auch im Salzkammergut den Steckerlfisch, traditionell aus Reinanken, aber in jüngster Zeit auch aus Forellen oder Saiblingen. Dieser gegrillte Fisch überzeugt durch seine würzigen Raucharomen, ist aber mehr als ein schmackhaftes Fischgericht, er ist ein Stück Kultur.
Charakteristisch ist die kräftige Marinade mit der, der ausgenommene Fisch gewürzt, und die Art, wie er aufgespießt wird. Namensgebend sind die Weidenzweige, die Steckerl, mit denen der Fisch aufgespießt und anschließend mit den Kopf nach unten gegrillt wird. Fertig ist der Steckerlfisch, wenn die Haut Blasen wirft. Reinanken sind eine Delikatesse, die ein feines, weißes, besonders feines Fleisch besitzen, durch den niedrigen Fettgehalt aber leicht austrocknen. Daher überzeugt er als Steckerlfisch, durch die Marinade und das Grillen mit dem Kopf nach unten bleibt das Fischfleisch zart und schmackhaft.
Umweltschonend und regional
Wer Garnelen essen möchte, muss sich meist mit tiefgefrorenen Produkten aus Fernost oder Mittelamerika zufrieden geben. Die langen Transportwegen und die oft fragwürdigen Bedingungen, unter denen die Meerestiere in den Zuchtbecken gehalten werden, bringen immer Genießer dazu, auf Garnelen zu verzichten. Doch seit einigen Jahren gibt es Alternativen, denn einige heimische Idealisten erzeugen tropische Garnelen in Indoor-Salzwasseranlagen. In den Becken wachsen White Tiger Garnelen, tropische Meeresgarnelen die sich bei einer Wassertemperatur von etwa 30 Grad wohl fühlen.
Das warme Salzwasser wird in Kreislaufanlagen in Biofiltern gereinigt, daher wachsen die Tiere ohne Zugabe von Medikamenten auf. Aquakultur aus Österreich ist eine Alternative zu Wildfang und Import, die Garnelen sind zwar sehr hochpreisig, Geschmack und Qualität aber einzigartig. Sie werden frisch ausgeliefert und somit auch nicht mit Wasser – wie bei Tiefkühlware – glasiert. Das sorgt für den aromatischen Geschmack und den zarten Biss, wie etwa die fangfrischen „Kremstalgarnelen“ aus oberösterreichischer Aufzucht.
Der Betrieb überzeugt auch durch die ökologische Produktionsweise. Die geschlossene Kreislaufanlage mit minimaler Wasseraustauschrate stellt einen sehr niedrigen Wasserverbrauch sicher. Außerdem werden die Garnelen ressourcenschonend und CO2- neutral produziert, ein Genuss mit gutem Gewissen.







