Frauen mit Weitblick

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Frauen, welche die österreichische Alpenhotellerie prägen, sind im Vormarsch. Vom Bregenzerwald bis in die Steiermark führen Frauen Hotels, die mehr sind als Unterkünfte – sie sind sehr oft gelebte Visionen. Die einen treten in Fußstapfen von Generationen vor ihnen, die anderen kehren aus London, Namibia oder Kopenhagen zurück, um ihre eigene Handschrift zu hinterlassen.

Antonie Metzler vom Genießerhotel Das Schiff in Hittisau kann auf eine Hotelgeschichte bis 1840 zurückblicken und führt das Hotel nun in fünfter Generation. Insgesamt sechs Frauen halten hier das Ruder in der Hand und ihre beiden Töchter Anna und Eva führen mittlerweile das Nachbarhotel OXA, das urbane Leichtigkeit in den Bregenzerwald bringt.

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Margret Forstinger vom Hotel Forstinger in Schärding weiß, was es bedeutet, in Fußstapfen zu treten. Seit 1927 führt ihre Familie das Boutiquehotel Forstinger in Schärding, sie selbst in vierter Generation. „100 Jahre Familiengeschichte verpflichten – aber sie beflügeln auch“, sagt sie. Zero Waste ist für sie selbstverständlich und sie meint: „Authentische Gastfreundschaft entsteht nicht durch Konzepte, sondern durch Herzblut“.

Sabine Weissensteiner führt das Genießerhotel Sonnalp in Obereggen am Fuße des Latemar in Südtirol. Nach ihrem Studium in Florenz kehrte sie zurück in ihr Heimattal: „Einer für alle, alle für einen“, lautet für sie die Devise im Sonnalp.

Bettina Tiefenbacher führt den Salzburgerhof in Zell am See und startete mit 21 Jahren als Rezeptionistin in den Holleis Hotels, mit 30 war sie Vizedirektorin im Grand Hotel Zell am See. Ihre größte Herausforderung? „Im Jahre 2000 in Kroatien als Frau eine Hoteldirektorin zu sein.“. Was würde sie anderen Frauen mitgeben? „Authentizität und Selbstbewusstsein. Bleiben Sie sich treu und imitieren Sie nicht den männlichen Führungsstil,“ so Tiefenbacher.

Drei Frauen und fünf Sterne prägen das Hotel Mignon Meran. Gestartet 1948 wird das Haus nun von drei Frauen aus zwei Generationen Frauen geführt. Aus- und Umbau waren immer mit dabei, denn Stillstand gibt es bei den Frauen des Hotel Mignons nicht.

Frauen führen Beherbergungsbetriebe vielleicht manchmal anders als Männer, aber mindestens genauso gut. Was sie vielleicht auszeichnet, das ist ihr Fokus auf Zusammenarbeit und ein gelebtes Miteinander. Und das gilt für Familienbetriebe genauso, wie in ihrer Funktion als Direktorinnen.

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