Inhaltlich kuratiert wird das Symposium von Univ.-Prof. Martin Grassberger. Im Zentrum steht die Frage, wie ein Ernährungssystem gestaltet sein muss, damit Mensch, Natur und Gesellschaft langfristig gesund bleiben.
Dabei geht es nicht nur um Produktion und Versorgung, sondern auch um Bodengesundheit, Klimaresilienz, Wertschöpfungsketten, kulturelle Identität, Arbeitsbedingungen und die Rolle von Ernährung in Gesellschaft und Gesundheit.
Von Boden bis Mikrobiom
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenhang zwischen Ökologie und Gesundheit. Themen wie Bodengesundheit, Umwelt, Klimaresilienz und das Mikrobiom-Kontinuum von Boden, Pflanze und Mensch sollen zeigen, wie eng Landwirtschaft und Ernährung miteinander verbunden sind.
Daneben stehen soziale Fragen im Fokus: faire Wertschöpfung, Lieferketten, Partizipation und die gesellschaftliche Dimension von Ernährung.
Grassberger bringt einen der zentralen Gedanken des Symposiums auf den Punkt: „Gesundheit beginnt im Ackerboden.“
Gastronomie prominent vertreten
Auch die Gastronomie ist stark eingebunden. Zu den angekündigten Speakern zählen unter anderem Heinz Reitbauer vom Steirereck und Paul Ivić vom Tian.
Weitere Teilnehmer sind etwa Helmy Abouleish von SEKEM, Boris Voelkel von Voelkel Biosäfte, Alfred Grand von Grand Farm, Maria Giménez von Wilmars Gärten sowie Vertreter aus Wissenschaft, Medien und Kultur.
Damit versteht sich das Symposium bewusst als interdisziplinäre Plattform, die nicht nur Probleme benennen, sondern konkrete Verbindungen zwischen den einzelnen Akteuren des Ernährungssystems schaffen will.
Kulinarisches Abendprogramm
Am Abend des 7. Oktober findet das „Fest der Pioniere“ statt. Dabei werden Vorreiter gewürdigt, die sich bereits früh mit nachhaltiger und biologischer Lebensmittelproduktion beschäftigt haben.
Für die Kulinarik sorgen mehrere Köche aus dem Gaumen-Hoch-Netzwerk, darunter Patrick Faist vom Restaurant Broadmoar, Martin Nuart von der Bär & Schaf Wirtschaft, Kias Burget von Kias Kitchen, Emilia Eppensteiner von Rosa & Marie Catering sowie Karl Wrenkh vom Wrenkh Restaurant & Kochsalon.
Vernetzung statt Silodenken
Die Gründer Alexandra Seyer-Gmeinbauer und Reinhold Gmeinbauer sehen das Symposium als Plattform für Austausch und Vernetzung.
„Insellösungen und Silodenken werden uns nicht weiterbringen“, sagt Reinhold Gmeinbauer. Stattdessen soll ein Raum entstehen, in dem unterschiedliche Disziplinen gemeinsam an Lösungsansätzen arbeiten.
Das erste Gaumen Hoch Symposium findet am 7. und 8. Oktober 2026 in der Reitschule Grafenegg statt. Ermäßigte Tickets sind auch für Schüler und Studenten vorgesehen.
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