Im August machte die Wanderausstellung „GewissensBISS – geerntet. gekauft. gekübelt.“ im Atrium des Erste Campus in Wien Station. Rund einen Monat lang konnten Besucher erleben, wie groß das Problem der Lebensmittelverschwendung tatsächlich ist. Initiiert von Die Tafel Österreich in Zusammenarbeit mit der BOKU, bot die Schau zahlreiche interaktive Stationen, die eindrücklich zeigten, wie viele Lebensmittel täglich im Müll landen und was jeder Einzelne dagegen tun kann.
Starker Zuspruch und praxisnahe Impulse
Das Interesse war groß. Sowohl Mitarbeiter der Erste Bank als auch externe Gäste nutzten die Gelegenheit, sich über die ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen von Lebensmittelverschwendung zu informieren. Besonders geschätzt wurden die Mitmach-Elemente, die Wissen und Handlungsmöglichkeiten direkt miteinander verbanden. Abgerundet wurde der Ausstellungsmonat durch Workshops zur Lebensmittelrettung, die Die Tafel Österreich exklusiv für die Erste-Mitarbeiter anbot.
Nachhaltigkeit als gemeinsames Ziel
„Armut in Österreich durch gerettete Lebensmittel bekämpfen – das ist seit 1999 unsere Mission, die gerade jetzt wichtiger denn je ist“, erklärt Alexandra Gruber, Geschäftsführerin von Die Tafel Österreich. Bewusstseinsbildung sei dabei ein entscheidender Hebel. Dass die Erste Bank ihre Türen für die Ausstellung geöffnet habe, sei ein „starkes Signal für mehr Nachhaltigkeit“. Die langjährige Partnerschaft zwischen Bank und Hilfsorganisation gehe weit über finanzielle Unterstützung hinaus und zeige, dass gesellschaftliche Verantwortung aktiv gelebt werde.
Seit 2018 arbeiten Erste Bank, Erste Group und Die Tafel Österreich eng zusammen. Neben Spenden und freiwilligem Engagement im Rahmen der „Time Bank“ umfasst die Kooperation auch Weltspartagsgeschenke aus geretteten Lebensmitteln – Marmeladen, Sugo oder Sirup mit sozialem Mehrwert. Die Bilanz nach fünf Jahren: 50 Tonnen Obst und Gemüse wurden verwertet und mehr als eine Million Mahlzeiten an Menschen in Not ermöglicht. „Unsere Weltspartagsgeschenke schmecken nicht nur gut, sie bewirken auch Gutes“, sagt Gerda Holzinger-Burgstaller, CEO der Erste Bank Oesterreich.
Blick nach vorn
Während „GewissensBISS“ nach der Station am Erste Campus in weitere Städte, Schulen und Institutionen zieht, laufen bei der Bank bereits die Vorbereitungen für den 100. Weltspartag. Eines ist sicher: Die Kooperation wird fortgesetzt. Dass sie auch wirtschaftlich sinnvoll ist, zeigt eine weitere Zahl. In Österreich wirft ein durchschnittlicher Haushalt pro Jahr Lebensmittel im Wert von bis zu 800 Euro weg. Wer rettet, spart und setzt damit auch ein Zeichen für Umwelt und Gesellschaft.








