Gleisgarten in Wien ist insolvent

Die Wiener Gastromarkthalle Gleis//Garten ist insolvent. Über die KRAFTMoments Development GmbH wurde am 7. September ein Konkursverfahren eröffnet. Rund 4,5 Millionen Euro Verbindlichkeiten, 80 Gläubiger und 30 Beschäftigte stehen im Raum. Ein Fortbetrieb ist derzeit nicht geplant.

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Die wirtschaftliche Lage des Gleis//Garten in Wien-Meidling hat sich zugespitzt. Über die Betreiberfirma KRAFTMoments Development GmbH wurde am 7. September 2026 am Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren eröffnet. Laut KSV1870 betreibt die Gesellschaft das Gastgewerbe in der Betriebsart Restaurant am Standort Eichenstraße 2.

Nach Angaben des ORF sollen sich die Verbindlichkeiten auf rund 4,5 Millionen Euro belaufen. Betroffen sind demnach rund 80 Gläubiger und 30 Dienstnehmer. Als Ursachen werden Umsatzrückgänge infolge gesunkener Kaufkraft sowie gestiegene Miet- und Betriebskosten genannt.

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Kein Fortbetrieb vorgesehen

Besonders einschneidend: Ein Weiterbetrieb oder eine Sanierung ist nach aktuellem Stand nicht vorgesehen. Laut KSV1870 strebt die Schuldnerin aufgrund der hohen Kosten keinen Fortbetrieb an. Forderungen können bis 9. November 2026 angemeldet werden, die Prüfungs- und Berichtstagsatzung ist für den 23. November angesetzt.

Zusätzlich wurde am selben Tag über die ViennaKRAFT Brauerei GmbH am Standort Gleis//Garten ein eigenes Konkursverfahren eröffnet. Auch diese Gesellschaft ist mit Gastronomie, Lebensmittelproduktion und weiteren Tätigkeiten am Standort verbunden.

Ein ambitioniertes Konzept gerät unter Druck

Der Gleis//Garten war 2023 nach längerer Vorbereitungszeit in einer ehemaligen Remise der Badner Bahn eröffnet worden. Das Konzept sollte Gastronomie, Foodmarket, Veranstaltungen und urbane Aufenthaltsqualität unter einem Dach verbinden. Die historische Halle wurde dafür aufwendig adaptiert.

Gerade aus Branchensicht ist die Insolvenz bemerkenswert: Food-Hall- und Markthallenkonzepte gelten als attraktive Verbindung aus Erlebnisgastronomie, verschiedenen Küchenangeboten und hoher Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Zahlen, wie sensibel solche Konzepte auf hohe Fixkosten und schwächere Konsumlaune reagieren können.

Für die Wiener Gastronomieszene bedeutet die Insolvenz jedenfalls einen markanten Einschnitt. Ob einzelne Gastronomiebetriebe oder Teilbereiche des Standorts in anderer Form weitergeführt werden können, ist derzeit offen.

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