Auch wenn das Gulasch von der Oma noch immer unerreicht ist und der Schweinsbraten von der Tante am besten schmeckt, so gilt die typische Hausmannskost heute als ungesund, zu fett und zu kalorienreich.
Besser als ihr Ruf
Das Essen war früher darauf ausgelegt, gut satt zu machen und körperlich hart arbeitende Menschen mit ausreichend Energie zu versorgen. Das war einmal, heute ist der Energiebedarf deutlich geringer und in vielen Berufen und in der Freizeit sitzt man viel mehr. Eine kalorien- und fettreiche Ernährung kann daher schnell zu Übergewicht und den damit verbundenen Gesundheitsproblemen führen.
Doch das gilt für alles, was wir essen, egal ob Burger mit Pommes, italienische Pizza oder Schweinsbraten mit Knödel. Das Geheimnis einer gesunden Ernährung liegt darin, möglichst bunt und abwechslungsreich zu essen und Hausmannskost schneidet dabei besser ab als viele denken. Vor allem kommt es wie immer auf die Größe der Portionen an.
Im Wandel der Zeit
Auch die typischen Gerichte und Zubereitungsarten haben sich im Lauf der Zeit geändert. In den mageren Nachkriegsjahren wurde mit Mehlbutter das Gemüse und die Sauce zum Fleisch gebunden, in den fetten Jahren danach mit reichlich Butter und Schlagobers. Wer also etwas „bescheidener“ kocht und mit Fett etwas sparsamer und bewusster umgeht, macht vieles richtig. Entscheidend ist, die Fleischmenge zu reduzieren. Wir picken uns gerade viele Gerichte aus dem Bereich der Hausmannskost heraus wie Schnitzel, Schweinsbraten und Co. und essen diese zu oft. Machen wir es wieder wie unsere Großmütter, unter der Woche wenig oder gar kein Fleisch, am Wochenende der Braten. Krautfleckerl, Eiernockerl oder Eingebrannte Erdäpfel sind typische Oma-Gerichte ebenso wie Linsen mit Speck oder Gefüllte Paprika in Tomatensauce. An diesen Gerichten gibt es nichts zu verbessern, sie sind gut wie sie sind.
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