Direktor Dieter Fenz führt als General Manager das Hotel seit 20 Jahren sehr erfolgreich und auf die Frage nach der Strategie dahinter meint er:: „Gleichbleibende Qualität, eine gute Lage, eine gute Positionierung, die vorangetrieben wird, am Puls der Zeit bleiben und auf die Bedürfnisse der Gäste eingehen.“
Auf die Frage nach der DNA des Hotels, nennt Dieter Fenz ganz klar das Konzept von „austro-america“ – sozusagen das Beste aus zwei Welten. Das Amerikanische zeigt sich in den zahlreichen Special Events, die dem Haus seinen kulinarischen USP verleihen: Die Super Bowl, mit rund 1.000 Gästen, die Valentine’s Day Gala, der Jazz Brunch zu Ostern, das Cheesecake Tasting oder Thanksgiving. Wobei der Brunch sowieso eine besondere Relevanz hat, denn das Vienna Marriott war das erste Hotel in Wien, das einen Brunch angeboten hat und der kann eindeutig als Opener bezeichnet werden. Nämlich als Opener, was die psychologische Hemmschwelle beim Betreten eines Fünf-Sterne Hotels manchmal hervorruft.
Kulinarik als Zugpferd
Für das jüngere Publikum ist dieser Opener mit Sicherheit die Champions Sport Bar, wo überwiegend junge, männliche Besucher das Publikum ausmachen und ein eigener Eingang nochmals für ein entspanntes Entree sorgt.. Die Idee zur Champions Sport Bar entstand aus der Tatsache, dass die Lage des Hotels zu weit weg von kulturellen Stätten, wie zum Beispiel der Oper ist, um dieses Zielpublikum zu erreichen. Für Sportereignisse ist die Lage kein Kriterium, sondern hier zählt das entsprechende Angebot des Hauses selbst. Und das hat man mit dieser Bar geschaffen.
Beim Cheesecake Tasting haben die Gäste unter anderem die Möglichkeit, über den besten Cheesecake abzustimmen, der dann für die nächsten sechs Monate, bis zum nächsten Tasting, im Angebot bleibt. Den Gast abzuholen, und in diesem Fall durch Interaktivität mit einzubeziehen, ist einer der Erfolgsfaktoren des Hauses. Rund 80 Prozent der Kulinarikgäste sind Wiener Stammgäste.
Brunch ist der Bringer
Der Sunday Brunch mit einer Platzkapazität von rund 180 Gästen ist vier bis sechs Wochen vorher ausgebucht, für den diesjährigen Weihnachtsbrunch erfolgten die Buchungen bereits am 25.12.2024, so Direktor Fenz. Aufgrund des durchschlagenden Erfolges wurde vor rund fünf Jahren der Saturday Shopping Brunch eingeführt, der ebenfalls im Schnitt bereits vier Wochen vorher ausgebucht ist.
„austro-america“ lautet die DNA

Sich als Teil einer internationalen Hotelkette am heimischen Markt authentisch zu platzieren, bedarf Fingerspitzengefühl genauso wie gute Konzepte. Das Vienna Marriott hat dies zu einem Großteil auch über die Kulinarik geschafft und da mit einem Mix aus beiden Kontinenten. Hot Dog und Burger einerseits und das klassische Wiener Schnitzel und die Mehlspeisenvitrine auf der anderen Seite.
Mit dem Zahn der Zeit gehen
Ein erfolgreiches Level zu erreichen, ist, laut Dieter Fenz, das eine, es zu halten das andere. Und hier sieht Fenz vor allem einige Parameter als ausschlaggebend. Die gleichbleibende Qualität ist eines der wichtigsten Assets, dazu kommt, das Konsumverhalten der Gäste zu analysieren. „So hat sich die Nachfrage in der Bar zum Beispiel komplett verändert, Cognac schenken wir so gut wie gar nicht mehr aus. Genauso, wie sich der Cocktail verändert hat“. Eine Flasche Wein zum Essen zu bestellen, ist auch nicht mehr usus. Auf all das gilt es, mit entsprechenden Angeboten einzugehen. „Man muss mit dem Zahn der Zeit gehen“, ist Fenz überzeugt. Und man muss authentisch bleiben und seine Leistung bringen.
Die Mitarbeiter sind das Asset
Der Erfolg eines Hotels lässt sich wohl immer auch an der langjährigen Zugehörigkeit der Mitarbeiter messen und die liegt im Vienna Marriott bei rund neun Jahren. Es gibt aber auch Mitarbeiter, die bereits von Anfang an dabei sind und die finden sich in allen Bereichen: In der Technik, im Service, in der Wäscherei, in der Küche. Im Hotel gibt es auch einen eigenen Trainingsmanager, der Lehrlinge entsprechend der Vorgaben des Konzerns trainiert. Führungskräfte, wie ein F & B Manager, gehen zur Weiterbildung für eine Woche in ein anderes Marriott Haus.
Das Vienna Marriott war das erste Haus der Gruppe im deutschsprachigen Raum, mittlerweile gibt es in der DACH-Region 180 Häuser. Gut möglich, dass sich einige Einiges vom Vienna Marriott abgeschaut haben!







