Freitag - 12.12.2025
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Richtiges Konzept, richtiger Gast

Wer erfolgreich ein Hotel betreiben möchte, der sollte sich an einige unabänderbare Module halten.

Lage, Lage, Lage ist das Mantra aller Hoteliers. Ja eh, aber wenn man die nicht hat, kann man sie auch nicht herzaubern. Demzufolge müssen alle anderen Parameter noch stringenter durchgezogen werden. Ausgangspunkt ist, so weit das möglich ist, immer die Geschichte des Hotels. Geschichten sind emotional, bleiben in Erinnerung und geben dem Hotel etwas Unverwechselbares. Geschichten beantworten im besten Fall das „Warum“ soll der Gast genau in diesem Hotel übernachten.

Dazu passend kann und soll das Design gewählt werden und wenn es keine Geschichte gibt, dann kann ein Thema bestimmt werden. Kunst, Sport, Wellness, die Stadt, in der das Hotel liegt, oder Kulinarik. Nicht zu vergessen die Positionierung auf die unterschiedlichen Altersgruppen: Kinderund Babyhotels boomen, ebenso Adults only und Angebote für Paare. Das bietet dann eine ganze Bandbreite von Möglichkeiten. Demzufolge erfolgt auch die Raumaufteilung und die Raumgestaltung – eher ruhig und gedämpft, wenn es Wellness sein soll, hell und aktiv, um aktive Gäste anzusprechen.

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Die Mitarbeiter sind der entscheidende Faktor

Die Hardware richtet sich nach der Ausrichtung und auch den finanziellen Möglichkeiten des Betreibers. Was aber wirklich zählt und ausschlaggebend ist, das sind die Menschen. Der erste und der letzte Eindruck entstehen an der Rezeption, diesen Mitarbeitern kommt also eine große Verantwortung zu. Das Serviceteam im Restaurant, die Fachkräfte im Spa und auch alle, die im Hintergrund agieren. Im weiteren Sinn zählen dazu auch die Lieferanten, wenn sie den Gästen auf den Gängen begegnen oder auch das Zimmermädchen, das freundlich grüßt und vielleicht nachfragt, ob noch etwas gebraucht wird. Die beste Hardware nützt nichts, wenn die Software nicht funktioniert. Auswahl, Briefing und wertschätzender Umgang mit allen Menschen im Umfeld des Hotelbetriebes sind deshalb das A und O.

Die Konzepte der Gruppen

Internationale Hotelgruppen, wie zum Beispiel die Accor Gruppe, die mit 45 Hotelmarken vom Luxus- bis zum Economy-Segment sowie dem Bereich Lifestyle die verschiedensten Konzepte anbietet, brechen dann die einzelnen Häuser noch thematisch herunter. Da nächtigen Gäste in einer ehemaligen Vodka-Fabrik, in einem historischen Wasserturm, in Churchills ehemaligem Kriegsministerium oder auch in einer Disco. Die Zielgruppe ist mit einer derart monothematischen Ausrichtung zwar deutlich kleiner, aber dafür treu. Stammgäste dominieren hier eindeutig.

Das JO&JOE Vienna der Accor Gruppe, direkt im IKEA-Gebäude am Wiener Westbahnhof, mit direktem Zugang zum Möbelhaus, ist kein klassisches Hotel. Es verbindet Hostel und Hotel – jung, unkompliziert und offen für alle. Es versteht sich als „Open House“ und bietet Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Geschmack und Geldbeutel: von geräumigen Dorms (Schlafsälen) für Backpacker und Gruppen bis hin zu Privatzimmern. Besonders ist das flexible Schlafangebot: Jeder Gast bekommt ein eigenes, abschließbares „Bettmodul“ mit Leselicht, Steckdose und Stauraum.

Das Besondere ist das Setting: die öffentlichen Bereiche – vom Restaurant über Bar bis zur Dachterrasse – sind Treffpunkte für Reisende und Wiener, mit Streetart, Musik, Events und einer offenen, internationalen Stimmung.

The Hoxton Vienna wiederum bringt Luxus im entspannten Stil nach Wien. Hinter der Fassade des in den 1950er Jahren errichteten Gebäudes im 3. Bezirk in Wien verbergen sich 196 großzügige, individuell gestaltete Zimmer mit hochwertigen Materialien, maßgeschneiderten Möbeln und einzigartigen Details – von Rainshowers bis zur Minibar mit lokalen Produkten. Das kulinarische Angebot umfasst Fine-Dining, eine Speakeasy-Bar und eine Rooftop-Bar mit spektakulärem Ausblick.

https://all.accor.com/

Grüner Lifestyle & kulinarischer Fokus

Pärchenurlaube boomen.
Pärchenurlaube boomen.

Andere wiederum, wie die ARCOTEL Hotels, setzen auf Nachhaltigkeit. So sind deren Hotels allesamt mit dem Green Key ausgezeichnet, einem freiwilligen Nachhaltigkeitszertifizierungsprogramm in der Tourismusbranche.

Genauso spielt bei ARCOTEL Hotels die Kulinarik immer eine große Rolle. Als österreichische Gruppe verstehen sich die Hoteliers als „Gastgeber aus Leidenschaft“ und im Sinne der MEHR-Strategie gehört es dazu, auch zu späterer Stunde noch etwas Gutes zu essen und zu trinken zu bekommen. Vollhotels bieten immer einen Mehrwert gegenüber einem Garni und sorgen insgesamt für einen höheren Pro-Kopf-Umsatz. So spielt im Restaurant uferei im ARCOTEL Nike in Linz (U99-Prinzip, das heißt, ein Großteil der Produkte kommt von heimischen LieferantInnen, die weniger als 99 Kilometer entfernt sind) das à la carte-Geschäft von außer Haus- Gästen eine besonders große Rolle. Dank der Lage mit großer Sonnenterrasse direkt an der Donau und der guten Küche kommen auch viele Linzer zum Essen.

Das Handwerk Restaurant im ARCOTEL Wimberger Wien hat sich immer als eigenständiges Restaurant unabhängig vom Hotel definiert. Dank bekannter Veranstaltungen wie der Wine Battle oder dem Sunday Jazzbrunch gibt es hier viele Wiener Gäste. Das Restaurant hat mit Deniz Neverov einen eigenen Küchenchef, der sich nur um das à la carte-Geschäft kümmert, während der zweite Küchenchef, Dominik Czvitkovits, sich um das Bankettgeschäft kümmert.

Im Salieri-Restaurant im ARCOTEL Castellani Salzburg mit alpenländisch inspirierten Gerichten, bei denen der Fokus auf regionalen Produkten und einer 100% frischen Zubereitung liegt, essen zu ca. 85 % Hotelgäste. Diese buchen das Hotel auch wegen der guten Kulinarik.

www.arcotel.com

Harrys Home setzt auf Low Budget, auch mit Mehrbettzimmern, und holt so ein gemischtes Publikum ins Haus. Ganz anders agieren naturgemäß Familienbetriebe, die vorrangig auf Stammgäste setzen. Sie stehen damit aber auch unter Druck, regelmäßig Neues anzubieten, weil das die langjährigen Gäste einfach erwarten. Der Trend hin zur Verschmelzung von Gästen und Einheimischen beflügelt innovative Ideen, die von Workstations, über Sharing-Kulinarik bis hin zu Special Events wie Vernissagen oder Musikabenden eine große Bandbreite aufweisen. Wesentlich ist immer, eine einmal eingeschlagene Linie beizubehalten und nicht der Versuchung des Gießkannen-Prinzips zu erliegen. Letzteres kann zwar kurzfristig mehr Gäste bringen, langfristig aber stiftet es mehr Verwirrung, als es wirtschaftlich bringt.

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