Freitag - 12.12.2025
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Hotellerie startet mit Optimismus in die Wintersaison 2025/26

Die österreichische Hotellerie blickt mit positiven Zahlen auf die bevorstehende Wintersaison. Mit 83,39 Millionen Nächtigungen in der Sommersaison 2025 und einem Zuwachs von 4,7 Prozent gegenüber 2024 sowie einem Plus von 1,5 Prozent im Oktober hebt die Branche ihre Buchungslage hervor. Besonders Schneefall und die beliebten Christkindlmärkte bringen Schwung in die Reservationen, wie Georg Imlauer, Obmann der Fachgruppe Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), betont. „Mit den Christkindlmärkten beginnt unsere fünfte Jahreszeit – und heuer spüren wir eine besonders optimistische Stimmung.“

Volle Betten sind kein Garant für wirtschaftlichen Erfolg

Trotz der guten Buchungslage warnt Imlauer vor falscher Sicherheit: „Volle Betten zahlen keine Löhne. Nächtigungszahlen funktionieren als Schlagzeile, aber die operative Realität ist komplexer.“ Die hohe Kostenbelastung und schwierige Preisdurchsetzung – insbesondere bei Zusatzleistungen – lassen die Erträge stagnieren. Österreich bleibt ein Hochkostenland, aber kein Hochpreisland.

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Regionale Herausforderungen und Preisdruck

Besondere Herausforderungen gibt es in den Ski- und Freizeitregionen, wo Gäste aus wichtigen Herkunftsmärkten wie Deutschland zurückhaltender buchen und sparsamer konsumieren. Wirtschaftsabschwächungen etwa in Oberösterreich wirken sich ebenfalls negativ auf den Tourismus aus, vor allem im preissensitiven Seminar- und Kongresstourismus.

Zusätzliche Belastungen durch regionale Abgaben, wie die erhöhte Nächtigungsabgabe in Wien oder der Mobilitätsbeitrag in Salzburg, werden von Imlauer klar abgelehnt, da sie das Urlaubsbudget nicht vergrößern, sondern lediglich den dringend benötigten Zusatzkonsum schmälern.

Ausblick auf 2026: Frühere Ostern als Herausforderung

Das kommende Jahr bringt mit den frühen Osterfeiertagen neue Herausforderungen, die je nach Region positive oder negative Auswirkungen auf die Auslastung haben können.

Forderungen an Politik und Wirtschaft

Abschließend fordert Imlauer eine ehrliche Debatte und klare Rahmenbedingungen, die wirtschaftlichen Erfolg ermöglichen. Dazu gehören Entlastungen bei Arbeitskosten, Bürokratieabbau und keine zusätzlichen Belastungen für Betriebe und Mitarbeiter. Nur so könne die kleinstrukturierte, familiengeführte österreichische Hotellerie ihre wichtige wirtschaftliche Rolle langfristig sichern und Mitarbeiter mit Freude zum Erfolg beitragen.

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