Hotelsuche mit KI

Weniger Auswahl für Gäste, mehr Macht für Plattformen

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Die Art, wie Gäste heute Hotels suchen und buchen, verändert sich rasant – und nicht unbedingt zum Vorteil der Reisenden oder kleinerer Hotels. KI-gestützte Suchsysteme zeigen oft nur eine begrenzte Anzahl an Empfehlungen, die zudem häufig bezahlt und von großen Plattformen kontrolliert werden. Google platziert inzwischen sogar Werbung in KI-generierten Reiseempfehlungen, was laut Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV), das Prinzip eines freien Internets untergräbt.

KMU geraten unter Druck

Eine aktuelle ÖHV-Studie zeigt, dass bereits zwei von fünf Hotelbuchungen über Online-Kanäle laufen, wobei mehr als die Hälfte der Hotels von großen Plattformen unter Druck gesetzt wird. Mit dem Aufkommen von KI-Systemen droht sich diese Abhängigkeit zu verschärfen. Kleine und mittlere Hotels könnten zunehmend aus den Suchergebnissen verschwinden, da die ersten bezahlten KI-Platzierungen exklusiv vergeben werden. Booking.com ist bereits Partner im ChatGPT-Ökosystem, was die Marktkonzentration weiter verstärkt.

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EU muss handeln

Gratzer fordert die Europäische Union auf, den Zugang der KMU zum globalen Markt zu sichern: „Die Kommission muss jetzt einschreiten, bevor mittelständische Hotels aus den Reiseplänen verschwinden und Geld in großem Stil aus der EU in die USA fließt.“ Der europäische Tourismus ist mit 40 Prozent aller internationalen Ankünfte weltweit führend und umfasst 4,6 Millionen Unternehmen sowie 27 Millionen Beschäftigte. „Diese Herausforderung ist zentral für die Zukunft des europäischen Tourismus. Qualität und Individualität müssen sich durchsetzen können, ohne von US-amerikanischen Interessen verdrängt zu werden.“

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