Ein klarer Trend sind autonome Reinigungsroboter. Sie übernehmen wiederkehrende Aufgaben wie das Reinigen großer Lobby-, Flur- oder Restaurantflächen und fahren vorprogrammierte Strecken selbstständig ab. Sensoren helfen dabei, Hindernisse zu erkennen und Kollisionen zu vermeiden.
Daneben gewinnen sogenannte Cobots an Bedeutung. Diese Geräte arbeiten unterstützend mit dem Personal zusammen und können sowohl autonom als auch manuell geführt werden. Gerade in Hotels mit langen Gängen oder Veranstaltungsflächen lassen sich dadurch Personalressourcen gezielt entlasten.
Für Küchen eignen sich Roboter derzeit nur eingeschränkt, da dort enge Bereiche, starke Verschmutzungen und wechselnde Abläufe weiterhin viel manuelle Reinigung erfordern.
Chemie mit Augenmaß
Reinigungsmittel müssen heute zwei Anforderungen erfüllen: sichere Hygiene und möglichst nachhaltige Anwendung. HACCP-konforme Reiniger bleiben Pflicht, gleichzeitig achten viele Betriebe verstärkt auf Dosierung, Verpackung und Transport.
Neben klassischen Kanistern setzen Hersteller zunehmend auf Konzentrate oder Tabs zum Vor-Ort-Anmischen. Das spart Lagerplatz, reduziert Transportgewicht und verringert Verpackungsmüll.
Auch bei Desinfektionsmitteln gilt: mehr ist nicht automatisch besser. Entscheidend sind korrekte Einwirkzeiten und die richtige Konzentration. Überdosierungen erhöhen oft nur Kosten und Materialbelastung.
Mensch, Maschine, Zukunft
Humanoide Roboter werden sich im Reinigungsbereich der Gastronomie und Hotellerie wohl nicht so schnell durchsetzen. Der Hauptgrund: Viele bestehende Abläufe, Arbeitsplätze und Geräte sind vollständig auf Menschen ausgelegt. Ein Roboter auf zwei Beinen, der mühsam versucht, einen für Menschen konstruierten Geschirrspüler einzuräumen, wäre technisch zwar möglich, wirtschaftlich und praktisch aber kaum sinnvoll.
Deutlich realistischer ist daher ein anderer Ansatz: Prozesse und Geräte werden künftig so gestaltet, dass Roboter mit dem aktuellen Stand der Technik effizient arbeiten können. Beispielsweise könnten Geschirrspüler, Abräumstationen oder Transportsysteme so angepasst werden, dass fahrende Roboterplattformen auf Rädern sie automatisch und in optimaler Arbeitshöhe beschicken. Das reduziert komplexe Bewegungsabläufe und vereinfacht die Automatisierung erheblich.
Noch handelt es sich dabei vielfach um Zukunftsmusik. Angesichts der enormen Geschwindigkeit technologischer Entwicklungen scheint jedoch klar: Viele dieser Lösungen sind eher Jahre als Jahrzehnte entfernt. Gerade große Hotelbetriebe, Systemgastronomie und Küchen mit standardisierten Abläufen gelten hier als besonders interessante Einsatzbereiche.






