Die Interessensgemeinschaft IG Camping Kärnten hat ihre gesammelte Stellungnahme zur geplanten Erhöhung der Aufenthaltsabgabe offiziell an die Kärntner Landesregierung übermittelt. Ziel ist es, die Vielfalt der Campingbetriebe zu erhalten und für Gäste weiterhin leistbare Angebote sicherzustellen. Die IG übt massive Kritik an der aktuellen Vorlage und schlägt konkrete Alternativmodelle vor.
Wirtschaftliche Belastung gefährdet Familienbetriebe
„Wir unterstützen eine Weiterentwicklung des Tourismusgesetzes, aber die geplante Aufenthaltsabgabe ist für Campingbetriebe wirtschaftlich nicht tragbar“, so die Hauptinitiatoren Arndt Burgstaller, Josef Kolbitsch, Georg Mößler, Andreas Pirker und Andries van der Haar. Die Abgabenlast mache teilweise über ein Drittel des Netto-Nächtigungspreises aus, was insbesondere bei preiswerten Sparkarten-Übernachtungen in der Nebensaison eine Preiserhöhung von bis zu 14,2 Prozent bedeutet. Dies könnte das preissensible Kernsegment des Kärntner Tourismus stark beeinträchtigen.
Forderungen der IG Camping Kärnten
Die Stellungnahme enthält wichtige Kernpunkte:
- Ablehnung eines Fixbetrags von 4,00 bzw. 4,50 Euro pro Nacht und Gast
- Forderung eines prozentualen Modells basierend auf dem Nächtigungspreis, analog zu Wien
- Alternativ ein gestaffeltes Abgabemodell nach Unterkunftsarten, wie in Südtirol, Italien oder der Steiermark
- Warnung vor negativen Folgen wie Rückgang der Nächtigungen und Anstieg des Wildcampings
Breite Unterstützung und dringender Handlungsbedarf
Die Initiative wird von zahlreichen Akteuren der Campingbranche, Gemeinden, Tourismusverbänden und Kammern unterstützt. Expertisen warnen vor einem Rückgang der Gästefrequenzen und fordern ein ausgewogenes Konzept, um den nachhaltigen Erfolg des Tourismus in Kärnten nicht zu gefährden.
Die vollständige Stellungnahme der IG Camping Kärnten ist auf deren Homepage einsehbar. Für die Gastronomie und Hotellerie in der Region ist die Entwicklung der Aufenthaltsabgabe von großer Bedeutung, da sie wesentlichen Einfluss auf die Attraktivität und Wirtschaftlichkeit der Standorte haben kann.







