Mitten in der Silvretta Arena hat sich das Skigebiet erneut in eine temporäre Freiluftgalerie verwandelt. Der traditionsreiche Schneeskulpturen-Wettbewerb „Formen in Weiß“ ist nicht nur ein künstlerisches Highlight, sondern vor allem ein cleveres Marketing-Instrument und ein gelungenes Beispiel für erlebnisorientierte Destinationsentwicklung, von dem die gesamte Tourismusbranche lernen kann.
Kunst als integraler Bestandteil des Skierlebnisses
Unter dem Motto „LEGO® meets Sports“ haben zehn internationale Künstlerteams monumentale Schneeskulpturen geschaffen, die die ikonische LEGO-Ästhetik mit der Dynamik des Sports verbinden. Der entscheidende strategische Kniff: Die bis zu mehreren Meter hohen Kunstwerke sind direkt an und neben den Pisten platziert und ausschließlich mit Skiern oder Snowboard erreichbar.
Dadurch wird die Kunst nicht zu einer separaten Attraktion, die Gäste vom Kerngeschäft – dem Skifahren – ablenkt, sondern sie wird zu einem integralen Bestandteil des Erlebnisses auf der Piste. Sie schafft neue Anreize, das Skigebiet zu erkunden, und bietet einzigartige Fotopunkte, die in der heutigen Social-Media-Welt von unschätzbarem Wert sind.
Ein klarer Sieg für Qualität und Kreativität
Die Jury kürte in diesem Jahr drei Teams aus Südtirol zu den Siegern, die das Motto mit hoher handwerklicher Präzision und kreativer Vision umsetzten:
- 1. Platz: Armin Rifesser und Ivan Holzknecht mit der Rodel-Skulptur „Winterspass in Ischgl“.
- 2. Platz: Stefan Malsiner und Thomas Mussner mit der Cheerleader-Skulptur „HO HO HO, Mannschaft goooo“.
- 3. Platz: Ivo und Damian Piazza mit der Rad-Skulptur „Para Olympics – Kein Hindernis“.
„Formen in Weiß“ beweist eindrucksvoll, wie durch kreative und qualitativ hochwertige Inszenierungen ein Mehrwert für den Gast geschaffen und die Attraktivität einer gesamten Destination nachhaltig gesteigert werden kann. Es ist ein Lehrstück darüber, wie man eine Marke emotional auflädt und den Wintertourismus innovativ weiterdenkt.






