Beim Essen sollten wir uns eigentlich immer daran erinnern, welche Jahreszeit wir gerade haben. Das ist nicht immer leicht, weil das Angebot an Lebensmitteln im Supermarkt und auf den Speisekarten im Restaurant sich oft wenig ändert. Der deftige Schweinsbraten wird ganzjährig angeboten, ebenso wie ein leichtes Tartar aus Melanzani oder Tomaten mit Mozzarella. Doch im Winter wenn es kalt ist, sollte der Mensch warme und stärkende Speisen genießen, im Sommer kühlende und jetzt im Frühjahr ist die „Reinigung“ angesagt, um unseren Stoffwechsel wieder in Schwung zu bringen. Egal welche Religion oder welches Gesundheitswissen von verschiedenen Kulturen, alle haben eines gemeinsam, die Anpassung an die Jahreszeiten. Auch die moderne Wissenschaft bestätigt das, denn Licht, Tageslänge oder Außentemperatur regeln unseren Appetit, unser Wohlbefinden und auch unsere Hormone und die Verdauung.
Gerade der Frühling steht für mehr Bewegung und frisches Grün in der Ernährung. Auch die Bitterstoffe dürfen jetzt nicht fehlen, denn sie bringen Leber und Galle auf Trab. Bittere Kräuter wie Löwenzahn oder kriechender Günsel sind typische Frühlingskräuter, die wild auf Wiesen wachsen und gut im Salat oder im Aufstrich schmecken. Es muss gar nicht ein Salat mit nur bitteren Zutaten sein, ein paar Blätter reichen bereits, um unsere Geschmacksknospen zu reizen und so den positiven Effekt auf den Körper auszulösen.









