Die Exporte von japanischem Grüntee steigen in den ersten zehn Monaten 2025 auf ein Rekordniveau, das es seit den 1950er Jahren nicht mehr gab. Laut japanischen Regierungsstellen belaufen sich die Ausfuhren auf 10.084 Tonnen, was einem Plus von 44 Prozent zum Vorjahreszeitraum entspricht.
Matcha und schwacher Yen als Wachstumstreiber
Die steigende Nachfrage nach Matcha-Pulver in internationalen Märkten sowie die Abwertung des japanischen Yen sorgen für eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit. Matcha wird immer beliebter in Getränken, Backwaren und Süßigkeiten.
Hauptmärkte und langfristiger Trend
Die USA sind mit 3.497 Tonnen größter Abnehmer, gefolgt von Taiwan, Thailand und Deutschland. Japans Grüntee-Exporte steigen nun bereits im neunten Jahr in Folge, getrieben von gesundheitsbewussten Konsumenten und wachsendem Interesse an japanischer Küche und Getränkekultur.
Rückläufige Produktion und steigende Preise im Inland
Trotz Exportboom sinkt die Inlandsnachfrage nach Sencha. Die Ernte ist rückläufig, hauptsächlich wegen veränderter Konsumgewohnheiten und der Überalterung von Bauern. Preise für Teeblätter stiegen deutlich. Eine Kilogramm kostet aktuell etwa 14 Euro, eine Vervielfachung im Vergleich zum Vorjahr.





