Frau Knoll, war die die Auszeichnung zur Patissière des Jahres 2026 eine Überraschung?
Julia Knoll: „Auf jeden Fall!“
Wieso ist es die Patisserie geworden und wo haben Sie Ihr Handwerk gelernt?
Gelernt habe ich in der Konditorei Kurz in Tirol und die Patisserie wollte ich schon immer machen. Und für dieses Ziel brauchte es eine Ausbildung als Köchin oder Konditorin und ich habe da die der Konditorin gewählt.
Frau Knoll, bedeutet diese Auszeichnung mehr Druck oder mehr Motivation?
Sicher mehr Druck, aber auch mehr Motivation. Man wird kreativer, hat neue Ideen.
Die Auszeichnung zur Patisserie des Jahres erhielten Sie für das Signature Dish „Dulce de Leche mit Marille und Hafer“. Wie sind sie darauf gekommen?
Salzkaramell war genau eine der Komponenten, die mir nicht mehr aus dem Kopf gingen. Salzkaramell ist die ideale Kombi für vieles und ich überlegte, was dazu passen könnte. Dass eine Frucht dabei sein muss, war klar und schließlich entschied ich mich für die Marille, die eingelegt vorhanden war.
Frau Knoll, welche Desserts passen am besten zum Winter?
Vanille und Haselnuss stehen bei uns heuer hoch im Kurs, die als Mousse oder kleines Biskuit auf die Teller kommen. Garniert mit einer kleinen Vanilleschote und eventuell etwas Eis. Das Ganze serviert auf dem richtigen Teller, denn, wenn Du einen tiefen Teller nimmst, dann verschwindet das Eis! Vanille ist sowieso ein Allrounder, der sich mit vielen anderen Zutaten bestens kombinieren lässt. Auch Desserts passen sich im Winter den Temperaturen an und der Winter mag es immer ein bisschen deftiger.
Der Winter hat gerade erst begonnen, aber in der Küche des Hotels Marent riecht es bereits ein bisschen nach Weihnachten – eben nach Vanilleduft. Und dass man im Hotel und den angeschlossenen Restaurants sehr gut essen kann, dafür bürgen vier Hauben und ein Michelin Stern für das Fine Dine Restaurant Bruderherz von Christian Marent. Da ergänzt die Auszeichnung der Patissière des Jahres den kulinarischen Reigen bestens.





