Kaffeeliebhaber dürfen hoffen: Eine aktuelle US-Analyse, veröffentlicht im Fachjournal JAMA und basierend auf Daten von über 131.000 Teilnehmenden, deutet darauf hin, dass ein höherer Kaffeekonsum mit einem geringeren Demenzrisiko verbunden sein könnte. Im Vergleich zu keinem oder geringem Kaffeekonsum zeigte sich ein um etwa 18 Prozent niedrigeres Demenzrisiko.
Koffein als möglicher Schutzfaktor
Interessanterweise wurde dieser Effekt nicht bei entkoffeiniertem Kaffee beobachtet, was darauf hindeutet, dass Koffein eine zentrale Rolle spielen könnte. Forschende diskutieren eine schützende Wirkung von Koffein im Gehirn, beispielsweise durch eine Abschwächung entzündlicher Prozesse.
Univ.-Prof. Prim. Dr. Friedrich Hoppichler, Vorstand des vorsorgemedizinischen Instituts SIPCAN, betont die Bedeutung solcher Studien, die alltägliche Gewohnheiten mit der Gehirngesundheit in Verbindung bringen. Er weist jedoch darauf hin, dass für eine wirksame Demenzprävention ein insgesamt gesunder Lebensstil entscheidend bleibt, insbesondere regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene, überwiegend pflanzenbasierte Ernährung.
Potenzial für Public Health und Gastronomie
Aus Public-Health-Perspektive sind diese Ergebnisse spannend. Sollten sich die Zusammenhänge von Koffein und Demenzrisiko in weiteren Studien bestätigen, könnten koffeinhaltige Getränke wie Kaffee künftig stärker als potenziell unterstützender Faktor für gesundes Altern in den Fokus rücken.
Für die Gastronomie und Hotellerie, insbesondere für Kaffeehäuser, könnten diese Erkenntnisse neue Kommunikationsmöglichkeiten bieten und den Wert des Kaffeegenusses über den reinen Wachmacher-Effekt hinaus hervorheben.









