Wer in der österreichischen Gastronomie unterwegs ist, trifft landesweit auf unterschiedliche Begriffe, wenn es um die Kaffeebestellung geht. Das Kännchen, anderswo verpönt, ist im Westen des Landes noch immer präsent, was auf die zahlreichen deutschen Urlauber zurückzuführen ist.
„Die Melange“ oder „Der Cappuccino“ sind allgemein gebräuchlich und auch über viele Landesgrenzen hinweg eine klare Ansage. Wobei sich Wien in Kaffeefragen sowieso als Ausnahme definiert, denn in der Landeshauptstadt einfach nur „einen Kaffee“ zu bestellen, gilt als No-go. Hier muss eindeutig definiert sein, was man denn nun möchte: Einen Mocca, einen Einspänner oder auch einen Häferlkaffee. Ja genau, auch diesen gibt’s hier noch.
Kaffee ist etwas höchst Individuelles
Was schließen und lernen wir daraus? Der Kaffee ist ein eindeutiges Markenzeichen einer Stadt oder eines Landes und kann fast als Visitenkarte verstanden werden. Das gleiche gilt für die Gastronomie, denn hier hat jeder Betreiber die Möglichkeit, dem Kaffee seinen persönlichen Touch aufzudrücken. Eine Gelegenheit, die sich eigentlich kein Gastronom oder Hotelier entgehen lassen dürfte! Zudem gewinnt auch der gute alte Filterkaffee zunehmend an Bedeutung und wird in der Gastronomie richtig gehend zelebriert.
Kaffee-Time im Hotel!
Das Frühstücksbuffet hat das klassische Continental Frühstück schon seit langem abgelöst. Üppige Buffets bieten von Süß bis Pikant, und das sowohl kalt als auch warm, alles an. Relativ neu dagegen ist die Praxis der Kaffeemaschinen, die dem Gast die Möglichkeit der Selbstauswahl gibt.
Oder ihn eben zur Selbstbedienung zwingt. Je nachdem, wie man das sehen möchte. Denn klar ist es einerseits spannend, sich seinen Kaffee selbst auszusuchen und an der Maschine mal zu schauen, was es denn alles so gibt.
Aber andererseits ist doch gerade eines der bleibenden Urlaubserinnerungen jene an den ersten Kaffee in der Früh. Jede der Varianten hat ihre Vor- und Nachteile und die Kaffeemaschine entlastet natürlich die Mitarbeiter. Ein sehr wesentliches Argument in Zeiten des Mitarbeitermangels. In Hotelketten und Businesshotels ist die Kaffeemaschine nicht mehr wegzudenken und wird von vielen Gästen auch sehr geschätzt.
Aber vielleicht schaffen sich familiengeführte Hotels und kleinere Betriebe gerade mit dem servierten Kaffee frühmorgens einen USP, der im Gedächtnis bleibt. Serviert mit einem kleinen Lächeln kann das lange im Gedächtnis bleiben.








