Im festlichen Rahmen des Wiener Rathauses hat Bürgermeister Michael Ludwig heute Kommerzialrat Dipl.-Kfm. Karl Jan Kolarik das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien überreicht. Die Auszeichnung würdigt Kolariks herausragenden Beitrag zur Wiener Gastronomie und seine Rolle als Bewahrer der Wiener Küchen-Tradition.
Das Schweizerhaus: Ein gastronomisches Wahrzeichen Wiens
Bürgermeister Michael Ludwig betonte in seiner Rede: „Wien ist anders. Mit der Wiener Küche haben wir eine ganz besondere Tradition. Nicht zuletzt hat Karl Jan Kolarik mit seinem Schweizerhaus dafür gesorgt, dass diese Küche auf der ganzen Welt berühmt ist.“ Er hob hervor, dass das Schweizerhaus, ein Familienunternehmen mit langer Geschichte, heute ein gastronomisches Wahrzeichen Wiens ist – bekannt für seine Stelze und das perfekte Krügerl. „Wir sind dir für die typisch wienerischen und schönen Momente in deinem Gasthaus dankbar“, so Ludwig.
Die Laudatio hielt Journalist Herbert Lackner, musikalisch umrahmt vom „Atmos Quartett“. Unter den zahlreichen Ehrengästen befanden sich Michael Häupl, Bürgermeister und Landeshauptmann a.D., Sepp Rieder, Vizebürgermeister a.D., Jiří Šitler, Botschafter der Tschechischen Republik, Stadträtin Barbara Novak sowie weitere prominente Persönlichkeiten aus Politik, Medien und Wirtschaft.
Karl Kolarik: Ein Leben für die Gastronomie
Karl Jan Kolarik, geboren 1945, war bereits von Kindesbeinen an im elterlichen Betrieb tätig. Nach dem Studium der Handelswissenschaften im Jahr 1970 trat er als mitarbeitender Gesellschafter in den Getränkehandel seines Vaters ein. Heute führt er das Schweizerhaus gemeinsam mit seiner Schwester Lydia, während Schwester Elisabeth die „Luftburg“ ins Leben rief. Auch seine Frau Johanna und die Kinder Regina und Karl Hans Kolarik sind in leitender Funktion im Betrieb tätig, der rund 200 Personen beschäftigt.
Das Schweizerhaus im Wiener Prater empfängt jährlich rund 700.000 Gäste. Bis zu 1.500 Personen finden im Gastgarten Platz, die Gaststuben bieten 800 Plätze. Seit fast 100 Jahren zählen Rohscheiben und gegrillte Stelzen zu den Spezialitäten, von denen an guten Tagen bis zu 500 Stück verkauft werden. Dazu wird traditionell Budweiser Bier serviert. Nach der Wintersperre ab 31. Oktober ist die jährliche Saisoneröffnung am 15. März längst ein medial begleitetes Ritual.
Kolariks Verdienste wurden bereits mehrfach gewürdigt, darunter die „Trophée A la Carte“ im Jahr 2005, die Auszeichnung des Schweizerhauses als „schönster Platzl Wiens“ im Jahr 2004 und der Goldene Rathausmann im Jahr 2021.








