Im österreichischen Wintertourismus gewinnen digitale Zahlungen zunehmend an Bedeutung. Das kartengestützte Zahlungsvolumen in Gastronomie und Hotellerie stieg in den letzten drei Saisonen um rund 31 Prozent auf knapp 492 Millionen Euro. Die Anzahl der Transaktionen über Global Payments-Terminals erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 51 Prozent auf knapp 9,8 Millionen.
Mehr Transaktionen, geringere Durchschnittsbeträge
Während das Gesamtvolumen wächst, sinkt der durchschnittliche Zahlungsbetrag von etwa 57,80 auf 50,10 Euro. Gäste zahlen also häufiger mit Karte, auch kleinere Beträge. Für Betriebe bedeutet das: Die konsequente Integration digitaler Zahlungen kann zusätzliche Umsätze bringen und Stoßzeiten effizienter gestalten.
Dynamisches Wachstum im Food-Bereich
Der Food-Bereich zeigt eine besonders dynamische Entwicklung. Restaurants und Fast-Food-Betriebe steigerten ihren Kartenumsatz von rund 228,4 Millionen Euro auf 344,3 Millionen Euro. Die Transaktionen stiegen von 6,1 auf knapp 9,4 Millionen. Die Hotellerie bleibt auf hohem Niveau stabil, mit einem Umsatz von rund 147,6 Millionen Euro, jedoch leicht rückläufigen Transaktionen und einem hohen Durchschnittsbon von rund 363 Euro.
Regionale Unterschiede in den Wintersportdestinationen
Sölden führt mit rund 13,9 Millionen Euro Kartenumsatz und einem durchschnittlichen Zahlungsbetrag von etwa 200 Euro pro Transaktion. Obertauern verzeichnet ein Wachstum von 43 Prozent beim Umsatz und 57 Prozent bei den Transaktionen. Die Kitzbühel-Region wächst ebenfalls, mit einem Umsatzplus von 4 Prozent und einem Rückgang des Durchschnittsbetrags auf rund 88 Euro. In Ischgl zeigt sich ein Premium-Trend: Trotz rückläufiger Transaktionen liegt der Umsatz bei rund 7,6 Millionen Euro, der durchschnittliche Bon steigt auf etwa 249 Euro.
Digitalisierung als Wettbewerbsfaktor
Milos Toman, CEO von Global Payments, betont: „Betriebe ohne digitale Zahlungen riskieren Wettbewerbsnachteile. Digitale Zahlungen sind heute kein Zusatzangebot mehr, sondern ein zentraler Bestandteil der touristischen Infrastruktur – von der Berghütte bis zum Fünf-Sterne-Hotel.“ Die Nutzung von Smartphone und Smartwatch treibt die Entwicklung zusätzlich voran, besonders in alpinen Regionen, wo Geschwindigkeit und Effizienz entscheidend sind.








