Dem Skigebiet Kasberg in Grünau im Almtal stehen entscheidende Wochen bevor. Um zukunftsfähig zu sein, benötigt der Kasberg frisches Geld und strebt eine Eingliederung in die OÖ-Seilbahnholding an. Der langfristige Finanzbedarf ist enorm und beläuft sich auf bis zu 70 Millionen Euro. Für die Gastronomie und Hotellerie der Region ist der Erhalt des Skigebiets von existenzieller Bedeutung.
Wirtschaftliche und emotionale Bedeutung
Die Bedeutung des Kasbergs für die Region ist sowohl wirtschaftlich als auch emotional immens. Patricia Schoiswohl vom Skiclub Grünau-Kasberg und Hahnenkammsieger Thomas Dreßen betonten die Wichtigkeit des Skigebiets, insbesondere für junge Wintersportler. „Es geht hier nicht nur ums Geld, sondern auch um viel Leidenschaft“, so Dreßen.
Fritz Drack, Geschäftsführer der Almtaler Bergbahnen, unterstrich, dass der Kasberg am Scheideweg stehe. Ohne modernisierte Beschneiungsanlagen, die eine Vollbeschneiung gewährleisten, sei der Betrieb nicht aufrechtzuerhalten. Eine Investition von 11 bis 15 Millionen Euro für eine Vollbeschneiung und zusätzliche Speicherteiche würde einen vier Monate langen und durchgehenden Winterbetrieb sichern. Für die nächsten fünf bis zehn Jahre werden 33 Millionen Euro benötigt, für die nächsten 20 Jahre bis zu 70 Millionen Euro.
Tourismus und regionale Wertschöpfung
Andreas Murray, Tourismusmanager vom Tourismusverband Traunsee-Almtal, hob die Notwendigkeit der Erhaltung des Kasbergs als touristische Infrastruktur hervor. Diese sei für die gesamte Region von Bedeutung, da viele Gäste, insbesondere aus den Niederlanden, zum Skifahrenlernen kommen. Die Unsicherheit um den Kasberg hat bereits zu einem Rückgang der Übernachtungen geführt, was die wirtschaftlichen Herausforderungen verdeutlicht.
Für die Gastronomie und Hotellerie der Region bedeutet der mögliche Verlust des Skigebiets einen massiven Einbruch der Gästezahlen und damit der Umsätze. Der Erhalt des Kasbergs ist somit ein direkter Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zur regionalen Wertschöpfung.
Bürgermeister Klaus Kramesberger (SPÖ) appellierte eindringlich an die Politik, die Erhaltung des Kasbergs zur Chefsache zu machen und Entscheidungen zu treffen, die das Almtal und die Region langfristig unterstützen.









