Rund zweieinhalb Monate vor der Eröffnung der Koralmbahn formiert sich die Region Steiermark und Kärnten als dynamische Wirtschaftsregion unter dem Namen AREA SÜD. Ziel ist es, den durch die Bahn entstehenden Ballungsraum als gemeinsamen Wirtschaftsraum international zu positionieren. Bei einer Veranstaltung in Wien diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Sozialpartnerschaft die Chancen dieses bedeutenden Projekts. Die Wirtschaftskammern Steiermark und Kärnten initiierten die Dachmarke AREA SÜD, um den Standort gemeinsam zu stärken und die Zusammenarbeit zu intensivieren.
Wirtschaftliche Potenziale und Umfrageergebnisse
Die AREA SÜD umfasst ein Drittel der österreichischen Fläche mit 1,8 Millionen Einwohnern und über 150.000 Betrieben, die eine Wirtschaftsleistung von rund 70 Milliarden Euro erbringen. Die Verkürzung der Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt auf 45 Minuten schafft einen starken Impuls für die Standortentwicklung. Eine Umfrage unter 1.085 Mitgliedsbetrieben zeigt, dass 90 Prozent die verstärkte Kooperation zwischen Steiermark und Kärnten positiv bewerten. Besonders hervorgehoben werden die höhere Arbeitskräftemobilität, die bessere Erreichbarkeit der Bezirke und der wirtschaftliche Bedeutungsgewinn. Die Zusammenarbeit soll vor allem in den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Verwaltung und Gesundheitsvorsorge intensiviert werden.
Maßnahmenagenda für nachhaltigen Erfolg
Die Wirtschaftskammern haben gemeinsam mit Unternehmern eine umfassende Maßnahmenagenda entwickelt. Diese umfasst den Ausbau wichtiger Schienenstrecken entlang der Koralmbahn, die Verbesserung der Neben- und Zubringerverbindungen sowie den Ausbau der Straßeninfrastruktur. Zudem stehen die Attraktivierung des Wirtschafts- und Lebensstandorts, eine Deregulierungsoffensive, die Senkung von Netztarifen und der Ausbau von Energienetzen im Fokus. Auch die Erweiterung des schulischen Angebots und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind zentrale Punkte. Die gemeinsame Vermarktung der Region unter der Dachmarke AREA SÜD soll die Sichtbarkeit weiter erhöhen.
Stimmen zur Bedeutung der Koralmbahn
Josef Herk, Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark, betont: „Für den Süden Österreichs ergibt sich durch die Koralmbahn eine Jahrhundertchance. Nun gilt es, eine gemeinsame regionalpolitische Agenda umzusetzen, um den Wirtschaftsraum zu einem Vorzeigestandort in Europa zu machen.“Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, ergänzt: „Mit der Koralmbahn wächst zusammen, was zusammengehört. Kärnten und die Steiermark bilden künftig einen wirtschaftlichen Ballungsraum, der in dieser Form einzigartig in Österreich ist.“Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer unterstreicht die langjährige Zusammenarbeit: „Diese Kooperationen gilt es für die Zukunft weiter zu forcieren, da unsere beiden Länder durch die Fertigstellung der Koralmbahn noch stärker zusammenwachsen.“Sebastian Schuschnig, Wirtschaftslandesrat Kärnten, sieht in der Koralmbahn „einen kräftigen Impuls für unsere wirtschaftliche Entwicklung, für den öffentlichen Verkehr und für unseren Tourismus.“ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä fasst zusammen: „Die Koralmbahn ist nicht nur ein Jahrhundertprojekt, sondern auch eine Jahrhundertchance für Kärnten, die Steiermark und für ganz Österreich.“
Mit der Koralmbahn und der Initiative AREA SÜD entsteht ein zukunftsweisender Wirtschaftsraum, der die Region nachhaltig stärkt und neue Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft setzt.










