Krankenstandsmissbrauch stellt für viele Gastronomiebetriebe in Kärnten eine existenzielle Bedrohung dar. „Für viele Betriebe ist dieser Missstand existenzgefährdend“, warnt Wirtesprecher Stefan Sternad. Die drastische Zunahme von Krankenstandstagen belastet die Branche erheblich. Eine Umfrage der Wirtschaftskammer zeigt: 96 Prozent der Betriebe waren im Vorjahr von Krankenständen betroffen, über 70 Prozent verzeichnen eine Zunahme, und mehr als zwei Drittel sehen fehlende Kontrollen als Hauptursache.
Krankmeldungen im Fokus
„Wir begrüßen daher den Vorstoß von ÖGK-Spitzenrepräsentant Peter McDonald, scharf gegen diesen Sozialbetrug vorzugehen.“
Stefan Sternad
Besonders problematisch sind Scheinkrankenstände an Fenstertagen oder während der Kündigungsfrist, die oft rückwirkend gemeldet werden. Die fehlende Kontrollfunktion der ÖGK fördert dieses Verhalten.
Die Gastronomie fordert deshalb eine Kostenübernahme der Entgeltfortzahlung durch die ÖGK ab dem vierten Krankheitstag sowie verstärkte Kontrollen und eine Chefarztpflicht ab dem zehnten Tag. Nur so lässt sich die Belastung für Betriebe reduzieren und die Wirtschaftlichkeit sichern.










